
Corona ist eine schwerwiegende Erkrankung, die noch nicht ganz erforscht ist. Das sie sehr ansteckend ist und viele Gesichter haben kann, mussten bereits viele Menschen erfahren. Diese Krankheit hat uns – neben unserer Lungenerkrankung – nochmal mehr eingeschränkt.
Aus diesem Grunde möchte ich aufmerksam machen und darauf hinweisen, dass Bewegung für unsere Erkrankung überaus wichtig ist. Es gibt verschiedene YouTube Videos, Kollegen auch hier im Blog, die Übungen zeigen. Dort gibt es viele Übungen, die man sich anschauen und evtl. sogar mitmachen kann. Das bedeutet nicht, dass man alles bis zum Schluss durchziehen muss. Jede/Jeder nach seiner Tagesform und auch die kann mal besser oder schlechter sein. Ganz ruhig und ganz klein beginnen und erst dann, wenn die Übungen ohne Luftnot durchführbar sind, leicht steigern. Hauptsache man bewegt sich etwas.
In meinen Lungensportstunden beginnen wir immer mit der Atemwahrnehmung. Dies ist für mich ein ganz wichtiger Baustein. Beherrscht man diese Übungen, kann man sich bei Angst, Atemnot und Panik oft gut selbst helfen. Meine Lungensportstunden werden immer damit begonnen und die Übungen finden auch jedes Mal in der gleichen Reihenfolge statt. Die ersten vier Übungen möchte ich euch gerne vorstellen, damit sie Euch auch zu Hause vielleicht etwas helfen können.
Diese Übungen können im Sitzen, im Liegen und auch im Stehen durchgeführt werden. Bitte achtet darauf, dass ihr eurem Körper die Möglichkeit gebt, gut einzuatmen. Bedeutet: Möglichst gerade sitzen oder stehen.
Brust-, Bauch-, Flanken- und Rückenatmung
Die Hände kommen jeweils dorthin, wo du hin atmest.
Im Sitzen:

wie im Liegen:

oder stehend durchführbar:

Außerdem finde ich persönlich die Atemgymnastik als Bewegung sehr gut. Diese kann in meinen Augen jeder durchführen und für sich selbst so gestalten, dass es etwas belastet, aber nicht überlastet. Gerne würde ich euch dieses in Kürze vorstellen, wenn dies von den Teilnehmern gewünscht wird.
In dieser Zeit, wo wir uns nicht so bewegen können, wie wir es gewohnt waren und es eigentlich doch wieder möchten, müssen gerade wir chronisch Kranken ein wenig mehr auf uns achten. Durch weniger Bewegung wird die Muskulatur abgebaut, damit fällt uns das Atmen schwerer. Es ist leider ein Teufelskreis, der nach unten geht. Versucht diesen zu unterbrechen! Nicht nur mit Übungen, sondern auch mit positiver Einstellung und Durchhaltevermögen. Auch wenn man sich nicht treffen kann, so kann man doch zusammen telefonieren. Sicher fallen dem einen oder anderen noch weitere gute Möglichkeiten ein, um gemeinsam statt einsam diese schwierige Zeit zu überstehen. Über eure Ideen, Vorschläge und/oder Kommentare freue ich mich sehr.






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