Juttas Blog

Hier bloggt COPD-Patientin und Lungentrainerin Jutta. Ihr Leben von der Diagnose COPD bis hin zur Lungentrainerin ist voller praktischer Erfahrungen, die sie im Blog mit uns teilen möchte.

Das Zusammenspiel von Lungenfacharzt und Patient

Als Spezialist für die Atemwege und deren Erkrankungen ist ein Lungenfacharzt für uns Lungenpatienten unersetzlich. Warum das so ist und wann wir unserem LFA einen Besuch abstatten sollten – all das möchte ich heute im Blog besprechen.

Jeder COPD-Patient braucht einen Lungenfacharzt!

Der Grund dafür ist ganz einfach: Während ein Hausarzt ein Allgemeinmediziner ist, der viele Bereiche abdeckt, ist ein LFA ein Experte für die Therapie von Atemwegserkrankungen. Mithilfe von speziellen Messgeräten und gezielten Untersuchungen kann er eine genauere Diagnose stellen, die passenden Medikamente verschreiben und die Therapie überwachen.

Wie oft und wann zum LFA?

Statten Sie Ihrem LFA ein- bis zweimal im Jahr einen Besuch ab – auch wenn Ihr Gesundheitszustand stabil ist. Nicht notwendig ist es allerdings, bei allen akuten Beschwerden beim LFA vorbeizuschauen - diese sollten Sie weiterhin mit Ihrem Hausarzt besprechen.

Anders verhält es sich, wenn sich die Symptome deutlich verschlechtern: Tritt gehäuft Atemnot auf, verändert sich die Farbe des Auswurfs oder hält sich ein Husten hartnäckig über mehrere Wochen, dann kann und sollte man beim LFA um einen schnellen Termin bitten. Auch wenn hohes Fieber auftritt, dem ein bakterieller Infekt zugrunde liegen kann, ist der LFA gefragt.

Tipp: Seien Sie ein aktiver Patient!

Lungenfachärzte sind viel beschäftigt. Es kann deshalb schon mal 2-3 Monate dauern, bis man einen Termin bekommt. Man ist also gut beraten, sich rechtzeitig um einen Termin zu kümmern und sich angemessen auf den Termin vorzubereiten: Wie sind die Symptome seit dem letzten Termin verlaufen? Welche Farbe hat mein Auswurf? Was lässt sich über die Wirkung der Medikamente sagen?

Nicht zuletzt ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patient absolut wichtig für den Erfolg der Therapie. Wer sich bei einem Arzt nicht gut aufgehoben fühlt, kann sich eine zweite Meinung einholen und einen Wechsel in Betracht ziehen.

Aber: Zu einem guten Verhältnis gehört auch ein Patient, der sich aktiv einbringt. Fragen Sie also nach, wenn Sie etwas nicht verstehen, und überlegen Sie sich im Vorhinein, was Sie selbst wissen möchten. Am besten notiert man sich die Fragen auf einem Spickzettel, den man im Gespräch zur Hand hat.

Wie sehen denn Eure Erfahrungen zum Thema aus? Ich hoffe, Ihr habt den (Lungenfach-)Arzt Eures Vertrauens schon gefunden!?

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Kommentare:

Kommentar von Jutta |

Liebe Barbara,

So wie Du es beschreibst, machst Du bereits Dein möglichstes, von daher solltest Du unbedingt mit dem Apotheker und/oder Deinem Facharzt über die Entzündungen und die blutenden Mandeln sprechen. Evtl. könnte eine Umstellung auf andere Medikamente helfen.

Alles Gute!

Kommentar von Barbara |

Hallo, Jutta, zunächst danke, dass du uns Betroffene stets mit neuen Infos versorgst.
Vor drei Jahren Asthma und COPD festgestellt. Stadium zwei. Nun habe ich festgestellt,
wenn ich meine Sprays nehme (Salbu, Seebri, Budes) leide ich ständig an Rachenentzündung und meine Mandeln bluten leicht und sind entzündet. Spülen tu ich jeden Tag mit Kamille und inhalliere Kochsalzlösung. Aber so richtig hilft wirklich nix.
Hast du einen Tipp für mich, was man noch machen kann?
LG von mir

Kommentar von Bernd6211 |

Auch ich werde jetzt unter alle Themen hier einen haken setzen, in der Hoffnung, dass ich dann per Mail über Aktivitäten benachrichtigt werde, da es echt mühsam ist sich durch alle Themen täglich durchzuarbeiten. Liebe Grüße Bernd6211

Kommentar von Ursula |

Liebe Anne
Danke für Deinen aufmunternden Beitrag

Eine gute Woche und liebe Grüsse
Ursula

Kommentar von Anne |

Hallo, habe seit 3 Jahren eine mittelschwere COPD mit Lungenemphysem. Hatte mindestens 3 Exazerbationen im Jahr. Meine Angst war riesengroß. Dann kam ich im Oktober 2013 zur Kur auf die Insel Föhr. Erst dort konnten die Ärzte mir die Angst vor dieser Krankheit nehmen. Die Medikamente wurden umgestellt, ich inhaliere 2 x täglich mit Bretaris und Symbicort. Mit dieser Dosierung komme ich seit 2 Jahren gut zurecht. Hatte in dieser Zeit keine größeren Probleme mehr. Manchmal vergesse ich die Krankheit sogar (vor allem wenn ich mit meinen Enkeln durch den Garten renne). Meine Luftknappheit erinnert mich aber wieder daran. Trotz allem, man muss die Krankheit akzeptieren und das Beste daraus machen. Ich habe es geschafft und wünsche allen Anderen auch, den Kopf nicht hängen zu lassen. Man kann trotz dieser Krankheit alt werden.

Alles Gute an alle Kranken

Anne

Kommentar von Jutta |

Hallo Eva,

die Erkrankung COPD wird in vier Stufen eingeteilt. Im Artikel 'Die 4 Stadien der COPD' ist es ganz genau erklärt und man kann bei Zweifel die diesbezüglichen Fragen notieren und beim nächsten Besuch beim Lungenfacharzt darüber mit ihm sprechen.

Wünsche Dir viel Erfolg!
Jutta

Kommentar von eva.v |

hallo laut lfa hab ich copd habe sauerstoff sorry aber was heisst 3 oder 2 wie auch immer weiss immer noch nicht welche ich habe ,wie kannman schleim noch lösen auser mit acc

Kommentar von Eva |

ich bin ein noch ganz neuer COPD-Patient (wohl frühes Stadium, aber zuzüglich einer schwerstgradigen Schlafapnoe). Bei der Diagnose vor ein paar Wochen wurde ich nicht besonders informiert, außer dem Kommentar, es sei (noch?) nicht so dramatisch. --- Also habe ich mich eigeniniativ informiert und bin jetzt, seit ich weiß, was COPD ist, völlig verstört! In dieser Situation fühle mich von meinen Ärzten ein bisschen allein gelassen: Der LFA - ein führendes Mitglied seiner Zunft - stellt die auf dem Beipackzettel explizit genannten Neben- und Kreuzwirkungen in Abrede (O-Ton: "Durchfall / Blutdruck / etc. hat nichts mit Inuvair zu tun." - Steht aber explizit auf dem Beipackzettel!) --- Die Hausärztin hat offensichtlich den Arztbrief des LFA gar nicht gelesen und scheint gar nicht so genau zu wissen, was ich habe.
Erwarte ich zu viel von den Ärzten?

Antwort von Jutta

Liebe Eva,

leider, leider häufen sich gerade in den letzten beiden Wochen solche Aussagen von Patienten. Vielleicht sind die LFÄ durch die doofe Grippewelle total überfordert. Auf meinen obigen Beitrag kamen einige sehr positive Berichte, so dass ich mich schon ein wenig schlecht gefühlt habe, da ich die lange Wartezeit auf einen Termin angesprochen habe.

Es stimmt schon: Die Fachärzte erwarten, dass sich die Patienten auch selbst informieren. Dafür gibt es gerade im Internet viele Möglichkeiten, z.B. hier auf leichter-atmen.de. Als Einstieg empfehle ich den Artikel 'Diagnose COPD - Was nun?'. Wenn man den weiterführenden Links im letzten Absatz folgt, kann man viel in Erfahrung bringen, was man wissen möchte und sollte.

Trotzdem würde ich Dir zusätzlich empfehlen, Deinen LFA und auch die Hausärztin nach einem DMP-Programm bei COPD zu fragen. Dies ist ein Schulungsprogramm der Krankenkassen. Auch kannst Du im Internet nach Lungensportgruppen in Deiner Nähe suchen. Die Trainerinnen und Trainer einer solchen Gruppe werden gerne Auskunft geben und Dir Deine Angst etwas nehmen können.

Zum Thema Medikamente: Das ist ein sehr komplexes Thema. In den Beipackzetteln werden häufig alle Möglichkeiten aufgeführt, damit die Pharmaindustrie sich den Rücken freihalten kann für Beschwerden. Viele der aufgeführten Nebenwirkungen sind zwar möglich, aber nicht immer wahrscheinlich. Sicher kann es auch zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Z.B. wenn man bereits Medikamente für den Blutdruck einnehmen muss. Das würde aber dem Apotheker Deines Vertrauens auffallen und Dich darüber informieren (deshalb sollte man auch immer persönlich die Apotheke besuchen).

Mein Tipp: Sei ein aufmerksamer Patient, d.h. lese viel, frage nach und schöpfe alle Möglichkeiten aus. Wer gut informiert ist, kann gezielte Fragen stellen, die Dein LFA gerne beantworten wird.

Alles Gute
Jutta

Kommentar von Ulrike Roth |

Hallo Leidensgenossen ! Weiß jemand wie sich COPD III und Fliegen verträgt? Plane einen 5 Stundenflug in den Süden und möchte wissen ob ich mir ein mobiles Sauerstoffgerät ausleihen soll. Zu Hause nur Sauerstoff in der Nacht und am Ergometer. Am Meer 5 Punkte mehr Säittigung. Habe auch noch eine Stauballergie , bin aber sonst trotz 63 Jahren , noch sehr akriv. Vielleicht hat jemand darüber Erfahrung. Liebe Grüße aus Kärnten Ulrike

Antwort von leichter-atmen-Team

Hallo Ulrike,

hier findest Du viele nützliche Hinweise und Infos zum Thema Fliegen mit COPD: www.leichter-atmen.de/copd-fliegen

In der Frage, ob Du Sauerstoff während des Fluges brauchst, empfehlen wir Dir, Deinen Lungenfacharzt zu konsultieren.

Lieben Gruß,
Dein leichter-atmen Team

 

 

Kommentar von Jürgen |

Mit meinem LFA bin ich gut versorgt. Die neue Methode Stickoxidmessung, bringt mir viel. Kostet 20 Euro, aber ist gut angelegt, denn der Stickoxidwert sagt einem LFA wie stark meine Atemwege entzündet sind.

Liebe Grüße

Jürgen

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