Juttas Blog

Hier bloggt COPD-Patientin und Lungentrainerin Jutta. Ihr Leben von der Diagnose COPD bis hin zur Lungentrainerin ist voller praktischer Erfahrungen, die sie im Blog mit uns teilen möchte.

Medikamente bei COPD – Die 3 häufigsten Fragen

Medikamente sind für uns COPD-Patienten ein zentraler Bestandteil der Therapie. Trotzdem besteht häufig Verwirrung hinsichtlich Auswahl, Therapietreue und Anwendung der verschriebenen Medikamente. Auf die 3 häufigsten Fragen möchte ich hier kurz eingehen.

Welches Medikament ist das Richtige für mich?

Bei einer COPD gibt es nicht das „eine“ richtige Medikament. Jeder Wirkstoff hat Vor- und Nachteile und wie ein Patient ein Medikament verträgt ist stark vom Einzelfall abhängig.

Bei der Wahl des Medikaments ist deshalb die Zusammenarbeit von Arzt und Patient gefragt. Die Vielzahl unterschiedlicher Medikamente mag für den Einzelnen verwirrend sein, den Ärzten erlaubt sie, die Therapie möglichst genau auf den Einzelfall abzustimmen.

Die grundlegende Einstellung der Therapie übernimmt der Lungenfacharzt. Mit ihm besprechen Sie die Wahl des Medikaments und die erwünschte Wirkung. Der Hausarzt übernimmt dann die Überwachung der Ergebnisse und ggf. die Anpassung der Dosierung.

Muss ich die Medikamente regelmäßig einnehmen, auch wenn es mir gut geht?

Ganz eindeutig: Ja!

In Phasen relativer Beschwerdefreiheit vernachlässigen viele Patienten die Einnahme der Medikamente oder setzen sie gar ganz ab. Ein Fehler! COPD ist eine chronische Erkrankung. Die Entzündung der Bronchien ist auch in beschwerdefreien Phasen immer vorhanden und muss konstant behandelt werden.

Wenn die erhoffte Wirkung eines Medikaments nicht eintritt oder starke Nebenwirkungen auftreten, konsultieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie die Medikation verändern.

Übrigens: Nicht jeder Wirkstoff wirkt unmittelbar nach der Einnahme. Geben Sie einem Medikament also genügend Zeit, seine Wirkung zu entfalten.

Wie wende ich die Medikamente richtig an?

Das beste Medikament bleibt wirkungslos, wenn es nicht in die Lunge gelangt. Der Wahl des richtigen Inhaliergerätes kommt also eine ebenso große Bedeutung zu wie der Wahl des Medikaments.

Um Fehler bei der Inhalation zu vermeiden, können Sie Ihren Apotheker um eine Einweisung in die richtige Anwendung Ihres Geräts bitten. Viele Hersteller bieten auch Schulungen oder Videos auf Ihrer Webseite zu speziellen Inhaliergeräten an. Für die Anwendung von Dosieraerosolen empfiehlt sich zudem der Einsatz einer Inhalierhilfe.

Ich freue mich wie immer auf Eure Berichte und Erfahrungen zum Thema!

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Kommentare:

Kommentar von Michael |

Hallo Ursula,
Cortison ist zur Behandlung von Entzündungen, und nicht von Panikattacken, auch wenn es etwas stimmungsaufhellend sein kann. Bei Panikattacken brauchst du zudem ein Medikament, welches sehr schnell wirkt. Auch hier bringt Cortison nichts, weil es zu langsam wirkt. Leider beschreibst du nicht, wie sich deine Panikattacken auswirken. Luft/Atemnot oder andere Auswirkungen. Ängste gehen häufig einher mit COPD und sollten auch behandelt werden. Spreche hier mit deinem Hausarzt über die Überweisung an einen Psychater. Wenn Du Panikattacken bekommst, nehme dein Notfallspray wie z.B. Berudual was du immer bei dir tragen solltest. (Erweitert die Bronchen und ist ein Psychologischer Krückstock). Messe mit einem Pulsoxymeter Deine Sauerstoffsättigung. Alles über 90% ist beruhigend. Eine Erhöhung der Sauerstoffzufuhr 1-2 Liter mehr, hat mir ebenfalls geholfen. Auch Atemtherapie und Atemübungen zum richtigen Atmen können helfen. Schau Dir oben einmal die Rubrik Ratgeber - Richtig Atmen - an. Hier kannst Du schon einige Übungen ausprobieren. Lass das Cortison für Notfälle wenn du eine Exazerbation bekommst.
Liebe Grüße
Michael

Kommentar von ursula tenhagen |

Ich habe COPD IV und ausgeprägtes Lungenemphysem und bekomme zeitweise so schlecht Luft,dass ich kaum drei Schritte gehen kann,selbst mit Sauerstoff.Wegen Panikattacken war ich öfter im Krankenhaus.Nur viel helfen konnte man mir auch nicht.Ich bekam Prednisolon und dann ging es besser.
Ich habe dann angefangen,wenn wieder ein Panikanfall kam,zuhause Prednisolon 20mg zu nehmen und kam gut damit zurecht.Ich habe ca.4 Tage dieTabletten geschluckt und dann mindestens 14 Tage ausgestzt.
Leider hat mein LFA mit mir geschimpft,das wäre zu oft.Jetzt weiss ich gar nicht mehr,was richtig ist.

Kommentar von Jutta |

Hallo Manfred,

zu Deinen Fragen möchte ich auch etwas beisteuern. Nach einer Herz OP sollte die Luft (Atmung) eigentlich besser funktionieren. Gewichtszunahme: evtl. durch die Medikamente und vielleicht durch wenig Bewegung? Es ist für Dich wirklich äußerst wichtig, Dich viel zu bewegen. Es muss ja auch nicht zwingend im Freien sein. Durch zu wenig Bewegung kann (muss nicht) auch eine Wasseransammlung in den Beinen entstehen.

Unter folgendem Link ist sehr gut beschrieben was ein Emphysem ist und wie die Überblähungen zustande kommen: http://www.leichter-atmen.de/lungenemphysem Auch sind tolle Bilder davon zu sehen, die gut verständlich sind. Ein Emphysem entsteht in der Regel in den kleinsten Einheiten = Alveolen und entwickelt sich langsam weiter.

Michael hat schon sehr gut beschrieben was alles sein könnte, aber dass musst Du mit einem Lungenfacharzt besprechen, der durch eine Lungenfunktionsprüfung einiges heraus bekommen kann. Auch sollte nochmals ein Kardiologe zu Rate gezogen werden, denn Wasseransammlungen im Körper sind nicht gut.

Schmerzen verursacht die Lunge auf keinen Fall. Das was Du spürst, könnten evtl. Verspannungen der Rippen, des Rippenfells oder auch von Muskeln oder Narben sein. Auch von der Wirbelsäule können Verspannungen bis in die Brust strahlen. Also Du siehst es gibt sehr viele Dinge, die abzuklären wären.

Die Werte Deines Fingerpulsoxymeter sind noch akzeptabel, jedoch wird der Lungenfacharzt bei einem 6 Minuten-Geh-Test genaueres herausfinden auch bzgl. Deiner evtl. Überblähung.

Übrigens: Alle Kommentar erhalten Beachtung, nur sind manche Leser halt nur Leser und keine Schreiber.

Ich wünsche allen ein gutes Wochenende und möglichst genügend Luft (bei der jetzigen Wetterlage nicht ganz einfach! :))

Kommentar von Michael |

Hallo Manfred,
vorausschickend will ich sagen, das ich kein Arzt bin und die Dinge so kommentiere, wie ich sie bei mir interpretieren würde.
Du solltest dringend versuchen Deine Lunge zu entblähen. Versuche soweit es geht mit der Lippenbremse zu atmen, auch wenn du keine Luft- odeer Atemnot hast. Beim gehen versuche soweit möglich, aufrecht zu gehen. Wenn Du sitzt versuche links und rechts an Deine Rippen zu kommen und drücke mit leichtem Druck beim ausatmen darauf. Achtung nicht übermotiviert sein und zu fest drücken. So kannst du aber die Lunge beim Ausatmen unterstützen. Gut ist auch, denn du versuchst die Haut seitlich an den Rippen, da wo das Rippfell liegt, etwas kneifen und dann leicht anheben. aber auch hier mit der entsprechenden vorsicht. Hier gibt es im Netzt recht gute Anleitungen. Damit kannst du zwar nicht wieder richtig durchatmen, aber zumindest deine Situation verbessern und du wirst dich anschließend besser fühlen. Die Übungen am besten mehrmals am Tag machen.
Hast Du von deinem FA nochmal prüfen lassen ob deine Aterien genügend Sauerstoff transportieren können? Würde ich an Deiner Stelle als erstes abklären lassen.
Bei dem von Dir beschriebenen brennen in der Brust liegt es vermutlich an Nervenenden, die durch die Dehnung des Brustkorbs gereizt sind. Die Lunge selber bereitet keine Schmerzen.
Es ist nicht unüblich das bei COPD Patienten die o2 Sättigung nicht so schlechgt ist und die Patienten trotzdem keine Luft bekommen. Laß vom FA auch deine Atem- und Atemhilfsmuskulatur prüfen. Auf keinen Fall solltest Du deine Aktivitäten einstellen, sonst hast du eine spiralwirkung nach Unten. Um so inaktiver du wirst umso mehr bauen deine Muskeln ab. Auch die Gewichts-Zunahme von 20kg ist reichlich. Die meisten Lungenpatienten haben das Problem in die andere Richtung, dass sie an Gewicht verlieren und deshalb geschwächt sind, was bei dir nicht der Fall ist. Du solltest versuchen Dein Idealgewicht zu finden. Wenn du zuviele Kilo rumschleppen musst brauchst du mehr Sauerstoff.
Rauchst Du??, wenn Ja, einfach aufhören auch wenn es schwer fällt.
Beim lesen Deines Kommentares ist mir zwischen den Zeilen aufgefallen, dass du doch ziemlich resigniert hast, aber due brauchst einen Plan um die Krankheit annehmen zu können. Mach die Terrmine beim Lungenfacharzt und Kardiologen. Lass dir von beideen FA's eine genaue Diagnose geben die im Arztbrief auch entsprechend Dokumentiert und mit Laborbefunden etc. belegt wird. Bespreche mit den Fachärzten die weitere vorgehensweise unter Einbeziehung deines Hasusarztes. Wenn es eine Lungensport-Gruppe in deiner Nähe gibt, melde dich dort zum Lungensport an. Wenn es vom Arzt verordnet wird, übernehmen die Kassen in der Regel auch die Kosten.
Liebe Grüße
Michael

Kommentar von Manfred |

Hallo Michael,
vielen Dank für deinen Beitrag.
Als bei mir die Herz-OP gemacht wurde hatte ich hinterher große Probleme
mit der Atmung.
Zu der Zeit hatte ich 64Kg. heute 84Kg. Tendenz weitere Zunahme.
Spazieren gehen an frischer Luft ist zu anstrengend.
Wasser in den Beinen ist durch die Herzinsuffizienz noch dazu gekommen.
Sporadisch spüre ich brennen in der rechten Brust wo auch das Emphysem ist.
Kann es sein das die weitere Zunahme der Zerstörung der Zwischenwände in den
Bronchien so zu spüren ist?
Zum Abschluss noch die Frage: Beim messen meines Sauerstoffs im Blut welches ich am Finger durchführe sind meine Werte meist zwischen 91-94%.
Noch mal Danke für die Beachtung meines Beitrags.
MfG Manfred

Kommentar von Michael |

Hallo Manfred,
leider beschreibst du dein Krankheitsbild nicht sehr ausführlich. M. E. geht Dir einfach durch die Überblähung der Lunge im Brustkorb der Platz aus. Passiert gerne nach einem ausgiebigen Essen. Das ist auch der Grund, warum Emphysem-Patienten häufig einen etwas aufgestellten Brustkorb haben.
Du musst also etwas gegen die Überblähung der Lunge tun. Evtl. hilfft dir ein Beatmungsgerät, welches Nachts dafür sorgt, dass deine CO2 Werte sich verbessern. Ein guter Atemtherapeut kann beim Entblähen ebenfalls helfen. Die Übungen zum Entblähen kannst du dann auch zuhause weiter machen, bzw. bei akuter Luftnot einsetzten. Dein Notfallspray nutzt hier verhältnismäßig wenig, da wenn die Lunge voll mit CO2 ist, kann kein O2 getauscht werden. Wichtig ist die genaue Diagnose vom Lungenfacharzt. Evtl. kann man auch eine Lungenreduktion vornehmen. Bist Du schon Sauerstoffpflichtig?? Sprech deinen Lungenfacharzt auf diese Optionen mal an.
Hoffe das ich dir mit den Infos helfen konnte
LG
Michael

Kommentar von Manfred |

Hallo, bei mir COPD mit Emphysem, 4 Bypässe.
Wenn die Bronchien immer mehr zum Emphysem werden, was soll sich dann
beim inhalieren erweitern?
Aus der Ruhe in Bewegung-Luftnot.
Am Morgen und zu Mittag normale Medikation aber immer das Gefühl
das der Brustkorb spannt und ich Notfallspray nehmen muß.
Gibt es wirksamere Medikamente als die bisherigen?
Morgens Spiriva, Mittag Striverdi.
Danke fürs lesen.
MfG Manfred

Kommentar von Katharina |

Hallo,
es gibt hier einige Fragen zu Spiolto. Ich habe Spiolto ca. 6 Monate genommen.
(Vorher Spiriva und Foradil.) Die ersten 3 Monate waren ok danach hatte ich das Gefühl
das die Wirkung nachlässt. Ich nehme heute wieder Spiriva und Foradil und fühle mich besser als mit Spiolto.

Kommentar von Michael |

Hallo Monika,
mein LFA hat a bei mir auch von Spiriva auf Spiolto gewechselt. Habe eher eine Verschlechterung bemerkt und deshalb wieder auf Spiriva zurück gewechselt.
Was Du versuchen kannst ist von Spiriva Kapseln zum Spiriva Aerosol zu wechseln.
Vermutlich nimmst Du neben Spiriva für die Langzeitwirkung noch ein weiteres, kortisonhaltiges Mittel wie Viani Discus (Forte) oder Foster 6mg ebenfalls für die Langzeitwirkung.
Sprech Deinen LFA mmaal darauf an.
LG
Michael

Kommentar von Jutta |

Liebe Renate,

leider hat Dir keiner auf Deine Frage geantwortet. Schade, da bestimmt einige Leser auch dieses Medikament benutzen. Allerdings gab es bereits einige Kommentare von Teilnehmern auf dieser Seite hier, die von Nebenwirkungen berichten (von Katharina Kunz am 29.04.2017 und von Charlotte Funk am 08.05.16 ), ich selbst habe mit Spiolto leider keine Erfahrung.

Grundsätzlich wirkt ein Medikament bei jedem Patient anders. Solltest Du also - wie beschrieben - solche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen haben, solltest Du sofort zu deinem Arzt oder auch ohne Termin zu deinem Lungenfacharzt gehen. Es gibt mehrere Medikamente die bei COPD helfen, sodass man bei Unverträglichkeiten auf etwas anderes wechseln kann.

Alles Gute!

Kommentar von Renate Ernsting |

ich hatte eine Frage über Spiolto gestellt, aber leider keine Antwort erhalten, schade

Kommentar von Monika |

guten tag,

ich wollte auch mal mitteilen das ich ja dieses gerät habe
Tri - Ball zur Atemübung
was haltet ihr davon ?

Kommentar von Monika Seeleke |

Guten Morgen, ich habe es eben entdeckt diese. Blog ... Mich interessiert die Kommentare wegen Spiolto So wirklich hilft es nicht am Anfang schon aber jetzt geht fast nichts mehr . Vorher hatte ich Spiriva und Diskus zum inhalieren, ich meine das war besser.

Kommentar von Andreas |

Hallo Ihr Lieben,
habe mittlere COPD
hier meine Ratschläge zur Besserung:
Ernährung umstellen (kein Zucker, möglichst kein Brot(Gluten), mehr Omega 3 weniger Omega 6, kein schnellfood, hetogene Diät, kein Speisesalz(Meer/Himalayasalz ok)
vermeiden von Zusatzstoffen (Aromen/Glutamat/E..Zusatzstoffe)
Was mir noch am besten hilft, ist frische Luft am Meer(Umzug wenn möglich).
Habe alle Medikamente weggepackt. Am Meer und Nähe geht es mir viel besser.
Zur Entkrampfung der Muskulatur: Fazienrolle benutzen und Gi Gong Technik.
Habe alles selbst gelernt im Heilpraktiker Kurs. Es hilft auf natürliche Art.
Liebe Grüße an alle

Kommentar von Renate Ernsting |

Hallo hbae COPD II-III und vertrage fast keine Medikamente, jetzt bekam ich Spiolto verschrieben, am Anfang super, jetzt nach 6 Wochen, kaum noch Wirkung, dick geschwollenes Gesicht, feuerrot und 10 kg Gewichtszunahme. Aber Termin erst wieder im November. Wer hat gleiches erlebt??? Danke schön

Kommentar von Beatrix |

Hallo, ich habe ein neues Medikament bekommen, weil das Alte nicht mehr ausreichte. Kennt sich jemand mit Anoro aus?
Danke

Kommentar von Ute |

Danke Jutta
Ja ich werde,habe mich schon um andere Termine bemüht. Wartezeit ca. nach der Sommerpause u. rund 50km Anfahrt. Eure/Deine Kommentare haben mir weitergeholfen u. mich in meiner ersten Ansicht bestärkt.
Danke
Ute

Kommentar von Jutta |

Lieber Roland,

alleine dass Du hier was schreibst finde ich ganz wunderbar und wertvoll. Es zeigt, dass viele Patienten die gleichen Probleme haben und keiner damit alleine ist.
Ich habe mich sehr über Deinen Beitrag gefreut!

Kommentar von Jutta |

Liebe Ute,

ich möchte nochmal auf Deine Sättigung von CO2 90 % zurück kommen. Dieser Wert ist einfach nicht besonders gut und daher verstehe ich schon den Arzt, dass er da noch eine Verbesserung erreichen möchte. Aber wenn ein Medikament gute Wirkung zeigt, sollte man nicht laufend umstellen und weiter testen.

Du solltest Dich unbedingt um eine zweite Meinung bemühen. Ich weiß, es ist nicht einfach einen Facharzttermin zu erhalten, aber nimm lieber eine Wartezeit in Kauf und erhalte dafür eine weitere fachliche Aussage. Es ist meiner Meinung nach nicht in Ordnung, wenn man bei den Praxishelfern vorspricht, dass man - ohne Untersuchung und Angabe von Gründden - ein ganz anderes Medikament verordnet bekommt.

Viel Glück!

Kommentar von Roland |

Leider bin ich auch einer dieser COPD,OSAS, Kandidaten. Gute oder gar weise
Ratschläge kann ich nicht geben. Ich weiß nur man ist gezwungen damit zu leben
und möglichst das beste daraus zu machen. Das ist nicht immer einfach. Es gibt
Tage da geht es relativ gut, aber es gibt auch andere Tage. Jede kleine Erkältung
wird zur Katastrophe und ist mitunter sehr quälend. Glücklicherweise habe ich
Sauerstoffversorgung was solche Phasen etwas erträglicher macht. Es gibt schlicht
und einfach kein Patentrezept wie man damit fertig werden kann, aber man muß
es. Ich bin leider nicht in der Lage den betroffenen etwas Trost zu spenden, aber
vielleicht kann ich sie dazu ermutigen nicht aufzugeben und für sich selbst, wo
möglich auch für andere, das beste zu tun. Ich hoffe, daß ich mit dem was ich jetzt
noch sage, niemanden zu nahe trete. Aber es ist nun einmal eine unumstößliche
Tatsache, daß ab dem Moment unserer Geburt unser Tod feststeht. Dabei spielt es
keine Rolle ob man in seiner Lebenszeit gesund oder vermeintlich ungesund gelebt
hat. Das Resultat ist unvermeidlich dasselbe. Bitte seine Sie mir nicht böse, daß
ich mich so ausdrücke, aber vielleicht ist es ein bißchen hilfreich!

Kommentar von Ute |

Hallo Jutta
ich habe eine Mischform COPD mittelgradig + intr. Asthma bronch. Bisher ( ca. 2J.) hatte ich ein Salmeterolpräparat und kam damit gut zurecht.Zusätzl. wurde seit letzten Sommer 2x ein anderes Medi verordnet bzw. zuletzt ( April) ganz umgestellt. Damit bekam ich Hustenreiz u. Kratzen im Hals. Ende April wurde dies abgesetzt u. wieder Salmeterol gegeben.Mir ging es gut. Letzte Woche wurde alles abgesetzt und komplett neu verordnet.und dies wenige Tage vor einer geplanten OP! Ich wollte mir an diesem von mir gemachten Termin nur das ok zur Narkose holen. Diese wurde jetzt verschoben...
Die Begründung lautet oft "ich möchte noch was neues probieren oder ein wenig puschen" Meine Werte waren soweit ok u. O2 Sättigung bei 90%.
Leider ist es nicht so einfach einen neuen Facharzt zu finden bzw. Termin zu bekommen.
Ich hätte einfach gern mal ein paar Meinungen/Erfahrungen gehört.
Danke
Ute

Kommentar von Jutta |

Hallo Ute,

ein wenig mehr Informationen wären hilfreich: Um welche Lungenerkrankung bzw. um welches Stadium handelt sich denn bei Dir? Mit welcher Begründung wechselt der Arzt die Medikamente? Wie waren den Deine Befindlichkeiten mit dem einen oder anderen Medikament?

Du schreibst, dass Du mit den zuletzt eingenommenen Medikamenten gut zurechtkamst und - wenn ich es richtig verstehe - ein anderes Medikament nur bei einem Besuch, also ohne vorhergehender Untersuchung verordnet bekommen hast! Das finde ich persönlich mehr als befremdlich.

Vielleicht fehlt mir jetzt einfach mehr Hintergrundwissen, aber ich würde mit Sicherheit auf einer zweiten Meinung durch einen anderen Lungenfacharzt bestehen.

Kommentar von Jutta |

Hallo Sonja,

im Moment lässt Du den Kopf ganz schön hängen. Atme tief ein und strecke die Wirbelsäule mal richtig durch!

Austherapiert heißt nicht: "Ordne deine Angelegenheiten und warte auf den letzten Atemzug. " Es bedeutet lediglich, dass du im Moment die bestmögliche Medikation erhältst, die für deinen Status der Krankheit möglich ist.

Dazu möchte ich dir ganz deutlich sagen, dass nicht nur Medikamente helfen. Der wichtigste Teil für unsere Krankheiten muss aus dir selbst kommen. Wir haben keine Krankheit, der wie bei Kopfschmerzen mit dem Einwerfen von Pillen entgegen gewirkt werden kann. Du musst lernen, richtig zu atmen, dich zu entspannen und dich der Krankheit entsprechend zu bewegen. Dabei gibt es immer mal wieder Tage, an denen man sehr stolz auf sich ist, weil man alles gut geschafft hat und es gibt Tage, wo die Tränen kommen, wo man noch nicht mal ein Viertel von dem, was man eigentlich wollte, hingekriegt hat. Aber auch das gehört zum Akzeptieren der Krankheit dazu.

Glaube mir, es geht nicht nur dir so. Wir alle sind mehr oder weniger durch eine harte Schule gegangen, um zu lernen das der Körper nicht mehr das kann, was der Kopf eigentlich will. (Ich habe früher sehr viel Sport betrieben -im Kopf kann ich den Salto immer noch- es ist aber mit Sicherheit besser, wenn ich es nicht versuche!!! Ich bin unheimlich gerne tanzen gegangen, naja heute mache ich es eben im Sitzen.)

Liebe Sonja, du erreichst nichts, wenn du aufgibst und nur noch über dein Sterben nachdenkst. Fang mit kleinen Bewegungen im Atemtakt an, z.B. den rechten Arm mit der Einatmung in die Streckung bringen, doppelte Länge ausatmen den Arm zurück neben den Körper legen. Beim ersten Mal wird es dich sehr anstrengen, aber am dritten Tag geht es schon leichter.

Du solltest deine Lunger mit dem RC Cornet oder der Flutter das Abhusten erleichtern und die Atemhilfsmuskulatur kräftigen. Auch wird man dir sicher Physiotherapie verordnen, die der Lunge von außen helfen kann. Wie du siehst, gibt es noch einige Möglichkeiten, um wieder das Glas halb voll zu sehen, statt halb leer. Sollten die dunklen Wolken sich aber gar nicht verziehen wollen, brauchst du evtl. professionelle Hilfe durch eine Psychotherapie. Das aller wichtigste aber ist: Vertraue dir und deinem Körper. Wisch die Tränen weg und fang an, an dich und eine Besserung zu glauben. Akzeptiere deine Krankheit und versuch das BESTE daraus zu machen. Wer aufgibt hat verloren.

Wir alle hier im Blog stehen dir zur Seite und erzählen dir auch gerne von unseren Erfahrungen. Trau dich und schreib uns ruhig, gemeinsam sind wir stark und können uns gegenseitig stützen.

Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du einen Anfang findest!

Kommentar von Ute |

Hallo
Ich bin neu hier und wäre am Erfahrungsaustausch bezügl. häufiger Mediwechsel durch LuFaArzt interessiert. Bisher (< 2012)wurde mir bei jedem Arztbesuch das Medikament abgesetzt u. durch neue ersetzt. Zuletzt nach ca. 5 Wochen und ich war nur dort um ein ok für eine Kurznarkose/OP zu bekommen. Eigentl. war ich mit der derzeitigen Gabe zufrieden!
Kommt dies häufiger vor?
Danke für's antworten
Ute

Kommentar von Johanna |

Hallo Sonja,
Deine Situation ist sicher nicht einfach. Du schreibst Du bist austherapiert, aber das bedeutet nicht automatisch dass nun die Zeit zum Sterben gekommen wäre. Du solltest psychologische Hilfe einfordern, damit Du wieder positiver in die kommende Zeit sehen kannst. Ich hoffe ich trete Dir nicht zu nahe, Deinen Zeilen nach zu urteilen bist Du aktuell sehr hoffnungslos und kommst alleine aus dem Gedankenkreis nicht raus. Was sagen die Ärzte? Bekommst Du Opiate?
Schau doch mal auf netzwerk-lunge.org, evtl. kannst Du Dich dort mit Betroffenen austauschen. Bei Jappy gibt es wohl ebenfalls eine Gruppe COPDler.
Auch wenn ich nichts Wesentliches für Dich tun kann, fühle Dich mal von mir symbolisch in den Arm genommen. Ich wünsche Dir eine für Dich wohlfühlende Zeit.
Bitte denke daran, wer aufgibt hat bereits verloren.
LG Johanna

Kommentar von Katharina Kunz |

Hallo Sonja,

hab Mut. Du darfst dich nicht selbst aufgeben. Es ist nicht schön wenn man auf fremde Hilfe angewiesen ist aber sei froh das dir geholfen wird.
Du must einfach versuchen positiv zu denken, außerdem hast du auch eine Familie
die für dich da ist.
Was vorallendingen sehr wichtig ist das du in einer Fach-Klinik bist die
auf dein Problem spezialisiert ist ( und das ist sehr wichtig !!! ).
Es wird gerade was die Krankheit COPD angeht sehr viel geforscht da es ein weitverbreitetes Problem ist und für die Pharmaindustrie einer der "Profitmärkte" der Zukunft darstellt.
Außerdem gibt es sehr viele Medikamente ( Sprays , Inhalationen ) die auf verschiedenen Wirkstoffen basieren. Mir persönlich hat Spiolto außer Atemnotattacken nichts gebracht . Auch dein Notfallspray Berodual zeigte bei mir z.B. keine Wirkung. Ich wurde vor ca 1 Woche auf ein neues Spray umgestellt das
bis jetzt ganz gut ist, zumindest bekomme ich besser Luft und bin nicht so schnell außer Atem, allerdings hat es andere Nebenwirkungen.........Kreislauf, Gliederschmerzen.

Kommentar von Sonja Kerrinnes |

Hallo
Bin neu hier und habe auch COPD Gold Grad 4. Bin austherapiert , zur Zeit im KH und lebe nur noch in Angst. Angst vorm sterben. Seit nunmehr 4 Tagen habe ich Spiolto Respimat Inhalator von der Ärztin hier bekommen. Als Notfallspray nehme ich weiterhin Berodual N .
Hatte bisher Ultimo, gleich nach Abnahme der Maske inhaliert. Nach dem Frühstück nahm ich Symbicort 320 je morgens und abends 1Hub. Aber ich hatte keine Kraft mehr um tief genug zu ziehen und das Aerosol in jede Ritze der Lunge ausbreiten zu lassen.
Ich brauche bei jeder Gelegenheit Hilfe . Ich werde täglich von einem 24 h Pflegeteam betreut - ohne wäre ich hilflos. Es ist unheimlich Nervenaufreibend ständig fremde Leute um mich zu haben.
Ich kann kaum noch an was anderes als ans sterben zu denken. Kaum positive Gedanken zu haben. Das ist sehr schlimm und macht mir Angst. Nur Angst. Ich hoffe das ich nochmal " auflebe" und das Frühjahr und dann den Sommer erleben zu können. Wieviel Zeit bleibt mir noch? Darüber möchte ich mich gern austauschen. Wer wird mir antworten und bekomme ich überhaupt Antworten zu diesem Thema.
Ich hoffe niemand nimmt mir meinen Kommentar übel.
Ich habe leider kaum noch Kontakt zu denen da draußen. Alle haben sich zurück gezogen. Freunde gibt es keine mehr. Nur meine Kinder, die auch noch sehr weit weg wohnen sind geblieben und halten treu Kontakt. Und natürlich auch meine Familie. Sie alle Sorgen sich sehr. Niemand möchte es wahr haben das ich plötzlich nicht mehr da sein könnte. Ich auch nicht.
Ich bin 51 Jahre.
Bitte - wer weiß Rat. Ich werde sehr gern alles beantworten. ..Sollte mir jemand schreiben. Ich bedanke mich im voraus.
Liebe Grüße Sonja. ...Aus Sondershausen
Neustadt-Klinik, den 2.05.17

Bitte gebt mir Bescheid. Wie kann ich meine Lebenssituation und meine Lebensqualität verbessern ? Habe ich noch eine Chance?

Kommentar von Katharina Kunz |

Hallo,
2015 wurde ich von Spiriva + Foradil auf Spiolto umgestellt. Zuerst war ich ganz begeistert und schob meine plötzlich auftretenden Atemnotattacken auf eine Gewichtszunahme. Allerdings wurden die Probleme immer schwerwiegender.
Schlimme Atemnot ( zum Teil nach 3-4 Schritten ) damit verbundene Panikattacken.
So schlimm das ich bei einer Psyhotherapeutin Hilfe gesucht habe. Seit Januar dieses Jahres kamen noch unerklärliche, schmerzhafte Schwellungen des kleinen und des Zeigefingers der linken Hand dazu.
Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt und keiner konnte mir wirklich helfen.
Die Diagnosen reichten von Übergewicht bis hin zur Rheumatoiden Arthritis.........
Ein Treffen mit Freunden oder einfach mal essen gehen war fast nicht mehr möglich.
Es drehte sich alles nur noch im diese Atemnotanfälle.
Durch Zufall kam dann heraus das es an Spiolto lag. Ich habe ein neues Mittel verschrieben bekommen. Seit 2 Jahren bin ich das erste mal nahezu beschwerdefrei.
Die Atemnotattacken wurden weniger, dadurch auch die Panikattacken und plötzlich geht auch die Schwellung an den Fingern zurück.

Ich wollte dies unbedingt posten, vielleicht kann der eine oder andere von dieser Geschichte profitieren. Ich habe endlich wieder das Gefühl trotz COPD + Lungenemphysem ein Stückchen Lebensqualität dazugewonnen zu haben.

Kommentar von Heidi Regese |

am 16.2.2016 berichtet rita hansen, dass sie einen pflanzensaft und ein tierprodukt zu sich nimmt und dass es ihr sehr hilft. leider verrät sie nicht um welche produkte es sich handelt. es wäre schön wenn ich das erfahren könnte

danke im voraus und lieben gruss, heidi

Kommentar von Charlotte Funk |

Hallo, Auch ich habe SPIOLTO verordnet bekommen. Zunaechst begeistert,dann bekam hh eine Gelenkentzuendung an der Huefte, die £)£)mich alles vergessen lliess. Habe COPD Ii plus Emphysem. Nehme z.Zt. Symbicort. Gibt es etwa besser Vertraegliches, um vom Cortison wegzukommen?

Kommentar von Charlotte Funk |

Hallo, Auch ich habe SPIOLTO verordnet bekommen. Zunaechst begeistert,dann bekam hh eine Gelenkentzuendung an der Huefte, die mich alles vergessen lliess. Habe COPD Ii plus Emphysem. Nehme z.Zt. Symbicort. Gibt es etwa besser Vertraegliches, um vom Cortison wegzukommen?

Kommentar von Bernd6211 |

Hallo Bärbel, von meiner Seite auch alles Gute.
Lieben Gruß
Bernd6211

Kommentar von karina.44 |

Hallo Baerbel,
gute Besserung für Deinen Mann und Dir viel Kraft.

LG Karina

Kommentar von Bärbel |

Hallo ihr Lieben,
mein Mann ist im Moment wieder mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus.Er wurde dort gefagt ob er an einer Medikamentenstudie teilnehmen möchte.Es geht um Ultibro welches verbessert werden soll.Wir wissen noch nichts genaues,die Studie läuft wohl ein Jahr.Ziel-Verbesserung der Lungenfunktion.Ich halte euch auf dem Laufenden.L.G. Bärbel

Kommentar von Bernd6211 |

Hallo Martha, habe nur 2ml zum Inhalieren, ist aber auch ein anderes Produkt, auch ohne Zusätze von Kochsalzlösung. Rede halt sicherheitshalber mal mit Deinem Lungen-Doc.

Lieben Gruß

Bernd6211

Kommentar von Martha |

Hallo erst mal,bin der erst mal hier und hätte eine Frage. Ich soll von meinem Lufa auf Inhalationsstherpie umgestellt werden. Nun meine Frage kann das sein das in den Behälter nur die 5 Tropfen Berodulin heineinkommen, und sonst nichts. Keine Kochsalzlösung ? Wurde da nicht richtig aufgeklärt. Vielleicht kann mir jemand von Euch weiterhelfen.Besten Dank imVoraus.

Kommentar von karina.44 |

Hallo Ihr Lieben, möchte mich kurz vorstellen. 71 Jahre, seit 11 Jahren Lungenemphysem, seit 10 Nichtraucher. Habe alles gelesen. War sehr aufschlussreich. Bin medikamentös gut eingestellt. Habe seit 3 Monaten als Unterstützung den Cornet. Kann ich weiterempfehlen. Trainiert gut die Atem-
Muskulatur.
Ich wünsche allen ruhige Feiertage. LG Karina

Kommentar von Bernd6211 |

Hallo zusammen, hallo Rita Hansen, das interessier mich sehr dieses Gerät, kannst Du mir bitte nähere Auskünfte geben? Preis usw.?

Lieben Gruß

Bernd6211

Kommentar von Bärbel |

Liebe Jutta, vielen Dank für den guten Rat.Wir werden das Tuch ausprobieren.

Kommentar von Jutta |

Liebe Bärbel,

habt ihr schon mal ein Hustentuch ausprobiert? Dies könnte beim Husten unterstützen und den Bruch der Rippen evtl. mindern. Weiter ist es auch ganz wichtig, dass dein Mann leicht abhusten kann. Dies erreicht er nur durch Sekret Lockerung (RC Cornet, Flutter, Inhalationen etc.).

Auch sollten Dehnungen für ihn hilfreich sein. Sicher ist es schwierig, sich zu bewegen, wenn die Angst vor einem neuen Bruch im Nacken sitzt, aber nur dadurch kann er Erleichterung in der Lunge und Stärkung der Muskulatur um die Rippen und Wirbel erreichen.

Zu deiner Frage zum Spitzwegerich-Tee kann ich leider keinen eigenen Erfahrungsbericht abgeben, lt. Beschreibung soll er helfen und da damit nichts verschlimmert werden kann, würde ich es ausprobieren. Mir persönlich hilft der Bronchial-Tee sehr gut.

Wünsche Euch beiden alles Gute!
Jutta

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