Atemphysiotherapie

Richtig husten, leichter atmen!

In ihrem Blog zeigt uns Physiotherapeutin Anja Kornblum-Hautkappe wie eine Atemphysiotherapie Lungenpatienten zu mehr Luft verhilft.

Atemtechnik bei Luftnot: PEP-Atmung und dosierte Lippenbremse

Wer unter einer obstruktiven Lungenerkrankung wie Asthma oder COPD leidet, hat meist Schwierigkeiten, die eingeatmete Luft auch problemlos und vollständig wieder auszuatmen.

Subjektiv wird dies oft als „Einatemproblem“ empfunden: Patienten berichten, dass sie nicht durchatmen können oder das Gefühl haben, keine Luft zu bekommen – Ursache des Problems ist aber die gefangene Luft in der Lunge, die nicht ausgeatmet werden kann.

Mithilfe bestimmter Atemtechniken können Sie diesem Grundproblem verengter Atemwege effektiv entgegenwirken. Die wichtigste Atemtechnik, die sich hinter dem Kürzel "PEP" verbirgt, stelle ich Ihnen in diesem Beitrag vor.

PEP-Atmung – Was ist das?

Die Buchstaben PEP stehen für den englischen Begriff positive exspiratory pressure – übersetzt: die Ausatmung gegen einen positiven Druck bzw. gegen einen Widerstand.

Der Begriff PEP-Atmung umfasst viele verschiedene Atemtechniken und Atemtherapiegeräte. Sie alle haben gemeinsam, dass der Ausatmung ein gewisser Widerstand entgegengesetzt wird, in unterschiedlicher Intensität und auf unterschiedliche Art und Weise.

Das Grundproblem

Wie schon erwähnt gehen obstruktive Lungenerkrankungen mit einer krankhaften Verengung der Atemwege einher.

Mögliche Ursachen der Verengung:

  • eine angeschwollene Schleimhaut in den Bronchien
  • eine gesteigerte Schleimproduktion
  • eine verkrampfte Bronchialmuskulatur
  • instabile Atemwege, die beim Husten, langen Sprechphasen oder körperlicher Belastung komprimiert werden

Die Folge: Es kommt zu einer „Überblähung“ der Lunge durch eingeatmete Luft, die gefangen bleibt und nicht vollständig wieder ausgeatmet werden kann.

Wie hilft Ihnen die PEP-Atmung?

Setzt man den verengten oder instabilen Atemwegen in der Ausatmung einen Widerstand entgegen, passiert Folgendes:

  • Die Ausatmung verlangsamt und verlängert sich
  • Die Atemwege werden länger offengehalten
  • Es kann mehr Luft ausgeatmet werden
  • Die Reizung der Hustenrezeptoren reduziert sich

Das Ziel: Jeder Patient sollte für sich einen individuellen, dosierbaren Widerstand finden, den er im Alltag gegen Atembeschwerden einsetzen kann.

PEP-Atemtechnik: Die dosierte Lippenbremse

Eine wichtige, grundlegende Technik, die Sie kennen und beherrschen sollten, ist die sogenannte „dosierte Lippenbremse“.

Dosierte Lippenbremse

Dosierte Lippenbremse in Ruhe

Für die dosierte Lippenbremse in Ruhe brauchen Sie keine starke Spannung in den Lippen und keine Kraft:

  1. Legen Sie die Lippen locker aufeinander
  2. Wenn Sie mit der Ausatmung beginnen, lassen Sie ein Luftpolster zwischen Zahnreihe und Lippen entstehen (siehe Bild 1)
  3. Lassen Sie dann die Luft locker ausströmen

Dosierte Lippenbremse bei Belastung

Bei körperlicher Belastung können Sie die Intensität der dosierten Lippenbremse etwas erhöhen. Hierfür brauchen Sie etwas mehr Spannung in den Lippen und etwas Kraft:

  1. Legen Sie die Lippen zunächst locker aufeinander
  2. Verstärken Sie die Spannung in Ihren Lippen etwas (siehe Bild 2)
  3. Pusten Sie die Luft gegen die erhöhte Spannung langsam aus

Anwendungstipps

  • Üben Sie diese Technik zuerst in Ruhe und in Situationen, in denen Sie keine akute Atemnot empfinden.
  • Setzen Sie die dosierte Lippenbremse ein, wenn Sie sich entspannen möchten, wenn Sie sich körperlich belasten oder wenn Sie Luftnot verspüren.
  • Üben Sie die Technik mit Ihrem Physiotherapeuten. Er/Sie kann Ihnen helfen, die richtige Dosierung für die entsprechende Situation zu finden.
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Kommentare:

Kommentar von Christoph |

Hi Wolfgang,

die heiße Rolle wirkt Wunder. Gut durchgeführte Faszien-Massage ist zwar schmerzhaft, wirkt aber Wunder. Bisher leider erst einmal in der HGK Davos sehr gut erhalten. Viel Tee mit Primelwurzel und Lungenkraut trinken, das löst auch sehr gut.

Alles Gute,
die besten Wünsche.

Christoph

Kommentar von Billy |

Lieber Wolfgang,

vielleicht hilft Dir auch die richtige Ernährung? Milch und Milchprodukte und auch Sojamilch verschleimen den Körper! Seit ich das weglasse, hab ich viel weniger zu husten... Alles Gute für Dich!

Kommentar von Klaus |

Hallo Gerlinde,
wenn Du tatsächlich COPD Gold IV hast,
dann verstehe ich überhaupt nicht, das Du kein Sauerstoffgerät bekommst.
Aber was Charlotte schreibt stimmt natürlich auch.
Was hast Du überhaupt für Werte beim Lungenfunktionstest und wie sind Deine FEV Werte?
Liegen die Werte deutlich unter 50% solltest Du Dir mindestens einen Sauerstoffkonzentrator für zuhause verschreiben, verordnen lassen!
Die Sauerstoffmenge (l in min) wird Dir dann vom LUFA mitgeteilt und die solltest Du auch nicht eigenmächtig ändern.
Mindestens zur Nacht solltest Du den Konzentrator benutzen, besser wäre mindestens 16 Stunden, ideal aber 24 Stunden!!!
Außerdem gibt es dafür auch mittlerweile sehr, sehr gute mobile Sauerstoffkonzentratoren!
Aber dafür muss man bedauerlicherweise sehr oft mit seiner Krankenkasse kämpfen!
Aber das kämpfen lohnt sich!!!
Ich habe nach Widerspruch auch meine mobilen Geräte bekommen!
Egal ob zuerst einen Inogen One G3 HF,
dann um einen zweiten, größeren Akku und als ich auf Flüssigsauerstoff umgestellt wurde, habe ich auch für 2 mobile Flüssigsauerstoffgeräte gekämpft.
Aber bekommen...!
Doch ich vermute, das Deine FEV Werte noch relativ gut sind und man Dir deshalb "noch" keinen Sauerstoff verordnet!?
Ohne Grund Sauerstoff zu verordnen ist nämlich auch nicht gut und zum Teil auch sehr gefährlich.
Für Raucher ganz besonders...da besteht sogar Lebensgefahr!
Allerdings wird Dir keine Krankenkasse mobile Geräte bewilligen, solltest Du rauchen!
Sauerstoff, egal ob Gas, Flüssig oder als Konzentrator ist bei Feuer etc. sehr gefährlich!
Schreib mal etwas mehr, dann kann man Dir sicher bei einigen Dingen helfen!
LG Klaus

Kommentar von Inge Böhm |

Ich leide nicht mehr unter arger Verschleimung seit ich morgens nüchtern 1 große Tasse lauwarmes Wasser trinke. Regelmäßig im Wechsel Thymian Tee, Ingwer - und Kurkumartee trinke. Auch kommen bei Schmerzen Honigplattenwickel zum Einsatz. Die Honigplattenwickel werden mit dem Fön angewärmt und werden so auf den Brustkörper aufgelegt.
Wird es sehr arg, kann ich in die Pneumologie ambulant zur Bronschoskopie kommen.
Ist dann nur dann bei starker festsitzender Verschleimung meine Hilfe.
Trinkbecher (Schnabelbecher wegen Deckel) in die Trinköffnung einen Strohhalm stecken, Wasser, halbvoll, einfüllen und mehrmals täglich einige Minuten auspusten, ist hineinpusten. Funktioniert auch mit einem Luftballlon.
Alles Gute.
Inge Böhm

Kommentar von Charlotte |

Hallo Gerlinde,

das tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht. Ich bin schwere Asthmatikerin. In der Regel ist es so, dass Sauerstoff bezahlt wird, wenn man entsprechend schlechte Blutgaswerte hat. Was sagt denn Dein Lungenarzt?
Man kann nur versuchen durch Medikamente, Sauerstoff und Atemtherapie die Situation zu verbessern. Eine Freundin von mir macht regelmäßig Atemtherapie in einer Physiotherapiepraxis. Das hilft ihr mit der schweren Lungenkrankheit "mobiler" zu bleiben. Rauchen tust Du ja sicher nicht mehr.
Was nimmst Du denn für Medikamente? Hast Du schon mal an eine Reha gedacht?

Liebe Grüße

Charlotte

Kommentar von Gerlinde |

Ich habe COPD4 nach Gold und ein Lungenemphysem. Mein Zustand verschlimmert sich rasend schnell. Trotzdem bekomme ich keinen Sauerstoff.
Mein Problem ist, dass ich keinen Husten habe und irgendwie auch keine gefühlte Schleimbildung.
Was kann man tun, um den Krankheitsverlauf zu stoppen?

Kommentar von Lisa Weber |

Werde das mal bei <a href="https://www.google.com/">Google</a> checken

Kommentar von Karin Wachmieta |

Ich habe bei der Atemtherapie Techniken erlernt, Schleim kraftsparend und schonend herauszufördern. Ich gehe alle 2 Wochen zur Therapie. Das hilft mir sehr, Atemnot zu überwinden, Schleim loszuwerden und zu entspannen. Die Physiotherapeuten machen einen Superjob

Kommentar von leichter-atmen Team |

Lieber Wolfgang,

wir haben 2 Tipps für dich:

Es gibt spezielle Hustentechniken wie das Huffing, die helfen, den Schleim aus dem Rachenraum nach oben zu befördern. Eine Anleitung findest du hier: https://www.leichter-atmen.de/atemphysiotherapie/hustentechniken-effektiv-und-schonend-abhusten

Zudem gibt es spezielle Atemtherapiegeräte wie das RC-Cornet oder den VRP1-Flutter. Bei regelmäßiger Anwendung erleichtern diese Geräte das Abhusten. Mehr erfährst du hier: https://www.leichter-atmen.de/atemtherapiegeraete

Alles Gute!

Kommentar von Wolfgang 22 Heine |

Liebe Mitarbeiter

Ich habe copd

Da sich viel Schleim im rachenraum befindet
Bekomme ich schleimloeser von meiner aerztin
Mein lungenarzr hat mir ein vernebler verordnet
Alle Anwendungen helfen eigentlich NICHT richtig
Ich kämpfe Tag und Nacht mit Schleim den ich nicht los bekomme

WIE KRIEGE ICH DEN SCHLEIM LOS
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WOLFGANG HEINE
4/12

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