Bronchodilatatoren

Bronchodilatatoren sind bronchialerweiternde Medikamente. Sie verbessern die Sauerstoffzufuhr und reduzieren Husten und Atemnot.

Bronchodilatatoren bilden bei obstruktiven Lungenkrankheiten wie der COPD die medikamentöse Basistherapie. Die inhalativ verabreichten Präparate weiten die verengten Atemwege. Durch die Inhalation gelangt der Wirkstoff direkt in die Lunge, wo er seine Wirkung optimal entfalten kann.

Grundsätzlich unterscheiden kann man kurz- und langwirksame Bronchodilatatoren.

  • Kurzwirksame Bronchodilatatoren sind Bedarfsmedikamente, die Ihnen bei akuten Atembeschwerden schnell Luft verschaffen.
  • Langwirksame Bronchodilatatoren nehmen Sie ab einer COPD im Stadium II regelmäßig ein, um einen dauerhaften Effekt zu erzielen.

Man unterscheidet zudem zwischen Beta-2-Mimetika und Anticholinergika, die oft kombiniert verabreicht werden. Auch der Wirkstoff Theophyllin gehört zu dieser Gruppe, ist jedoch aufgrund vieler Nebenwirkungen wie erhöhtem Herzschlag und Handzittern nur noch Medikament der dritten Wahl.

  kurwirksam                
langwirksam
Anticholinergika      
z. B. Ipratropium z. B. Tiotropium, Aclidinium
Beta-2-Mimetika z. B. Salbutamol z. B. Formoterol, Salmeterol, Indacaterol

 

Im Video spricht der Pneumologe Dr. Eckehard Frisch darüber, warum die korrekte Anwendung der inhalativen Medikamente für die COPD-Behandlung so wichtig ist:

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