Coronavirus: Wie schützen bei Asthma und COPD?

Das Coronavirus kann eine Erkrankung der Atemwege auslösen – die sogenannte COVID-19. Lesen Sie hier, was das für Patienten mit Asthma und COPD bedeutet.
| 10.03.2020

Ob jung oder alt, gesund oder chronisch krank – das grundsätzliche Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus ist für alle Menschen gleich. Der Virus überträgt sich wie eine Grippe per Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch – also über das Einatmen von Erregern, die über die Schleimhaut der Atemwege in den Organismus gelangen.

Erkrankungsverlauf abhängig von Alter und Gesundheit

Für die vom Coronavirus ausgelöste Erkrankung hat sich der Name COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) etabliert. Wie sich diese Erkrankung entwickelt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Denn nicht jede Person, die sich mit dem Virus angesteckt hat, entwickelt die gleiche Symptomatik. Während etwa 3 von 4 Infizierten gar keine oder nur leichte Beschwerden zeigen, führt die Erkrankung bei einem Teil der Patienten zu Atemproblemen bis hin zu schweren Lungenentzündungen mit tödlichem Verlauf.

Nach den bislang gesammelten Daten ist das Risiko eines schweren Verlaufs mit starken Beschwerden für Menschen über 60 mit Grunderkrankungen besonders hoch. Dazu zählen auch chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD. Männer sind im Schnitt häufiger betroffen als Frauen.

Es stimmt aber auch, dass die meisten infizierten Patienten, also auch die mit Grunderkrankungen, nur milde Symptome zeigen und sich im Anschluss vollständig erholen.

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So können Sie sich schützen

Für chronische Atemwegspatienten mit Asthma oder COPD ist angesichts der derzeitigen Ansteckungswelle besondere Vorsicht geboten. So ist bei einer Infektion mit dem Coronavirus (wie bei allen Atemwegsinfekten) von vermehrten Symptomen und einem erhöhten Risiko für einen Krankheitsschub auszugehen.

Mit den folgenden Maßnahmen können Sie Infektionen der Atemwege effektiv vorbeugen:

  1. Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Seife und warmem Wasser für jeweils 20 Sekunden. Halten Sie die Hände vom Gesicht fern.
  2. Halten Sie mindestens 2 Meter Abstand zu anderen Personen und verzichten Sie auf Händeschütteln und Umarmungen zur Begrüßung.
  3. Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte in den nächsten Wochen auf das Notwendigste. Halten Sie sich möglichst von Menschenansammlungen fern.
  4. Reisen Sie nicht in stark betroffene Risikogebiete.
  5. Inhalieren Sie isotonische Kochsalzlösung mit einem Vernebler (zwei- bis dreimal am Tag für 6 Minuten), um Ihre Atemwege zu befeuchten.
  6. Das Gesundheitsministerium empfiehlt Menschen mit Vorerkrankungen und älteren Menschen, sich gegen Pneumokokken, Influenza und Keuchhusten impfen zu lassen. Im Fall einer Infektion mit SARS-CoV-2 verringert dies mögliche Komplikationen.

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Hinweis: Durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes können Sie das Risiko einer Übertragung an andere, nicht aber das Risiko einer Ansteckung für sich selbst verringern. Spezielle Atemschutzmasken der Filterklassen FFP 1–3 bieten hingegen auch mehr Schutz vor einer Ansteckung. Allerdings kann das Tragen einer solchen Maske Atemnot verstärken – Betroffene sollten diesen Schutz deshalb mit Bedacht einsetzen.

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Quellen:
– Robert-Koch-Institut: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 (Stand: 04.03.2020)
– European Lung Foundation: COVID-19 – Your questions answered by a respiratory expert. 16.03.2020.
– Bundesverband Medizintechnologie (BVMed): Corona-Virus – Prävention und Umgang: Besonnen handeln (Stand: 04.03.2020)
– Lungenärzte im Netz: Einfaches Inhalieren kann Tröpfcheninfektion effektiv eindämmern (10.01.2007)
– Foto: Fotolia.com

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