Der süße Helfer in der Not?

Viele Lungenpatienten kennen das aus Theater, Kirche oder dem Aufzug: Es herrscht Stille im Raum und plötzlich spürt man einen Hustenreiz, der sich irgendwann nicht mehr unterdrücken lässt. Aber sind Bonbons in solchen Momenten der Helfer in der Not?
 | 29.12.2020

Zuckerhaltige Allzweckwaffen?

Tatsache ist: Hustenbobons können wahre Helfer in der Not sein. Gerade im Winter wird die
 Raumluft durch das Heizen immer trockener und man verlässt seltener das Haus, um an die 
frische Luft zu gehen. Insbesondere Patienten mit Lungenkrankheiten wie Asthma oder 
COPD leiden daher nicht nur, aber besonders jetzt unter trockenen Schleimhäuten – und 
das provoziert den Hustenreiz. Zudem ist Mundtrockenheit allgemein eine häufige
 Nebenwirkung vieler Medikamente, die gegen Atemwegserkrankungen verabreicht werden.

Bonbons sollen dagegen den Speichelfluss anregen, die Schleimhäute damit wieder
befeuchten und schließlich dabei helfen, festsitzenden, trockenen Schleim zu lösen. Das stillt den Hustenreiz – und nebenbei schmeckt es auch noch gut. Die 
Geschmacksrichtungen reichen von Honig über Eukalyptus, Salbei, Minze oder diverse
 andere Kräuter – für jeden ist etwas dabei. So unterschiedlich die Geschmäcker sind, so
 verschieden ist auch die Wirkung der Inhaltsstoffe: Ätherische Öle sollen helfen,
 schützenden Schleim zu produzieren, Eukalyptus und Minze sagt man eine antimikrobielle
 Wirkung nach. Ganz nebenbei sorgen gerade “schärfere” Geschmackssorten für ein frisches 
Aroma, das die Atemwege befreien soll.


Doch was ist sonst noch drin in den scheinbaren Allzweckwaffen? Klar: Zucker enthalten sie 
alle in der ein oder anderen Form. Denn selbst wenn auf der Verpackung “ohne Zucker”
steht, enthalten die Bonbons zumindest Zuckeraustauschstoffe. Sie bilden die Basis und
 sorgen für den guten Geschmack. Dazu kommen Glukosesirup und Wasser – und natürlich 
die Kräuter oder Aromen, die den charakteristischen, süßen Geschmack ausmachen.

Übrigens: Ob Bonbons hart oder weich sind, hängt vor allem damit zusammen, wie sie
 hergestellt wurden. Je länger die klebrige Masse kocht, umso mehr Wasser verdampft und
 umso härter sind die Bonbons am Ende. Erst nach dem Kochen werden sie dann in ihre
 charakteristische Form gepresst – und damit sie nicht aneinander kleben bleiben, sind sie
 häufig mit einem Trennmittel überzogen.


„Rachenputzen“ geht auch anders

Ein Bonbon kann also wirklich wohltuend wirken und helfen, den “Rachen zu putzen”. Die 
süßen Helfer sollten aber immer nur zusätzlich eingesetzt werden, um sich im Falle akuter
 Mundtrockenheit schnelle Abhilfe zu verschaffen. Ein Spaziergang an der frischen Luft sowie
 regelmäßiges Lüften sorgen dagegen für echte Erholung der Bronchien – und helfen auch, 
einem trockenen Gefühl im Mundraum vorzubeugen.

Quellen:
– Deutsche Apothekerzeitung: Hustenbonbons – süßes Lösungsversprechen. 11.08.2020
– Foto: PHENPHAYOM / Shutterstock.com, wernimages / Shutterstock.com

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