Hygienetipps – So beugen Sie Infektionen vor

Infekte der Atemwege treffen Patienten mit Asthma und COPD oft besonders schwer. Lesen Sie hier, worauf Sie in Sachen Hygiene achten sollten und wie Sie sich schützen können.
 | 22.04.2018

Akute Infektionen sind für Lungenpatienten in zweifacher Hinsicht ungünstig: Zum einen sind die Erkältungssymptome – z.B. einer gewöhnlichen Bronchitis – bei ihnen oft besonders stark ausgeprägt. Zum anderen sind akute Infektionen häufig die Auslöser von Exazerbationen bei COPD und Asthma.

Tröpfchen- und Schmierinfektion

Sie können sich grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten mit Krankheitserregern anstecken:

  1. Bei einer Tröpfcheninfektion werden die Krankheitserreger über die Luft übertragen. In die Luft gelangen die Erreger über kleinste Tröpfchen, die zum Beispiel beim Sprechen oder Niesen von einer erkälteten Person ausgestoßen werden. Wenn Sie diese Tröpfchen einatmen, kann es also zu einer Ansteckung mit den Erregern kommen.
  2. Auch eine Schmierinfektion ist ein möglicher Übertragungsweg. Dabei werden die Erreger durch den direkten Kontakt mit befallenen Gegenständen oder Lebewesen übertragen. Beim Händeschütteln mit einer infizierten Person können Sie sich zum Beispiel die Erreger einhandeln. Erreger können sich aber auch auf Oberflächen wie Türklinken oder auf Lebensmitteln befinden.
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Hygiene beugt Infektionen vor!

Hygiene ist das A und O bei der Vorbeugung von Infekten. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie die Infektionsgefahr deutlich reduzieren:

1. Hände regelmäßig und gründlich waschen

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife. Man muss dabei allerdings nicht gleich in einen Waschzwang verfallen. Es reicht, wenn Sie die Hände gründlich nach Toilettengängen, vor dem Essen und nachdem Sie außerhalb der Wohnung unterwegs waren waschen. Desinfektionsmittel ist als handliches Spray für unterwegs geeignet, wenn gerade kein Waschbecken in der Nähe ist. Grundsätzlich ist das Händewaschen mit Seife aber ausreichend, um Erreger loszuwerden.

2. Küche und Bad sauber halten

Küche und Bad sind für gewöhnlich die Orte in der Wohnung, an denen sich Erreger am schnellsten ausbreiten. Halten Sie die Oberflächen von Arbeitsplatte, Spüle und Waschbecken daher stets sauber und waschen Sie Hand- und Geschirrtücher regelmäßig bei mind. 60 °C. Schwämme und Putzlappen sollten Sie regelmäßig austauschen.

3. Lebensmittelhygiene beachten

Lebensmittel sollten Sie gut gekühlt aufbewahren und Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich waschen. Vermeiden Sie vor allem den Kontakt von rohen tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch und Eier mit anderen Lebensmitteln bei der Zubereitung.

4. Hilfsmittel reinigen

Auch die regelmäßige Reinigung von medizinischen Hilfsmitteln wie Inhalier- oder Atemtherapiegeräten ist wichtig, um einer Keimbildung auf den Geräten vorzubeugen. Vor allem Mundstücke oder Inhalationsmasken sind vor jeder neuerlichen Anwendung stets zu reinigen. Am effektivsten ist (wenn möglich) das Auskochen der einzelnen Teile oder aber die Reinigung mit Heißdampf.

5. Tastatur und Smartphone sauber halten

Zudem sind die Tastatur von PCs und Laptops oder die Oberfläche von Smartphones ein möglicher Infektionsherd – besonders dann, wenn Sie häufig am Computer essen. Am besten Sie schauen in der Bedienungsanleitung des Geräts nach der empfohlenen Reinigungsmethode. In der Regel reicht das Abwischen mit einem leicht angefeuchteten Reinigungstuch aus.

6. Ein gesundes Raumklima schaffen

Eine schlechte Luftqualität in Ihren Wohnräumen belastet die Atemwege. Lüften Sie deshalb regelmäßig Ihre Wohnung und regulieren Sie besonders während der Heizperiode die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen. Wie das geht, erfahren Sie im Artikel „So schaffen Sie ein gesundes Raumklima in Ihrer Wohnung“.

Quellen:
– Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Infektionen vorbeugen – Die 10 wichtigsten Hygienetipps (Infografik).
– Foto: Fotolia.com

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