Bodyplethysmographie

Die Bodyplethysmographie wird auch als „große Lungenfunktion“ bezeichnet. Dabei werden – zusätzlich zu den Ergebnissen einer Spirometrie – noch umfassendere Werte zur Lungengesundheit der Patient:innen gemessen, um ein genaueres Bild über ihren Zustand zu erhalten.
 | 30.01.2024

Für die meisten Lungenpatient:innen gehört die Lungenfunktionsprüfung zum normalen Standardprogramm ihres regelmäßigen Checks in der Pneumologie-Praxis. Dabei sitzt man auf einem Stuhl und atmet in ein Mundstück hinein, das mit einem Schlauch verbunden ist. Bei diesem Untersuchungsverfahren werden Werte wie die Einsekundenkapazität oder das Lungenvolumen gemessen.

Was geschieht bei einer Bodyplethysmografie?

Im Vergleich zum „normalen“ Lungenfunktionstest kann die Bodyplethysmographie deutlich mehr und sensitivere Daten erfassen. Der Begriff „Bodyplethysmographie“ setzt sich aus den griechischen Wörtern „plethysmos“ (Volumen) und „grapho“ (zeichnen) zusammen. Der größte Unterschied zur Spirometrie: Dabei sitzt man in einer gläsernen, geschlossenen Kabine. Die kleine Kammer ist luftdicht abgeschlossen und anhand der Druckveränderungen beim Ein- und Ausatmen können sensible Sensoren Werte messen wie…

  • … den Atemwegswiderstand,
  • … das Residualvolumen, also die Menge an Luft, die nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt, oder
  • … die eventuelle Überblähung der Lunge, wie sie bei einem Lungenemphysem typischerweise auftritt,

… und so im Gesamtbild zeigen, wie es um die Lungengesundheit der Person steht. Dabei kommt die Bodyplethysmographie ganz ohne Strahlung oder andere potentielle Nebenwirkungen aus.

Diese Untersuchungsmethode wird häufig bei der Diagnose und Überwachung von Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und anderen Lungenerkrankungen eingesetzt. Die Normwerte sind dabei abhängig vom Geschlecht, der Körpergröße und dem Alter der Patient:innen. Sie regelmäßig messen zu lassen, trägt zu einer optimalen Verlaufskontrolle bei, sodass man möglichst frühzeitig erkennen kann, wenn sich eine Verschlechterung ergibt – und dieser effektiv entgegensteuert.

Quellen:
– Kardiologie Gamm, o.D. Lungenfunktionsprüfung. Abgerufen bei https://www.kardiologie-gamm.de/sportmedizin/lungenfunktionspruefung/ am 19. Januar 2024
– Helmholtz München, 2021. Bodyplethysmographie. Abgerufen bei https://www.lungeninformationsdienst.de/diagnose/lungenfunktion/bodyplethysmographie am 19. Januar 2024
– St. Antonius Krankenhaus Köln, o.D. Bodyplethysmographie. Abgerufen bei https://www.antonius-koeln.de/medizin/medizinische-klinik/pneumologie/bodyplethysmographie am 19. Januar 2024
– Foto: stefanamer / istock.com

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