Osteoporose bei COPD

Patienten der COPD entwickeln aufgrund von Bewegungsmangel, häufig eine erhöhte Anfälligkeit für Osteoporose. Wie können Sie sich gegen den Knochenschwund und die Folgen schützen?

Mit Kalzium Osteoporose vorbeugen

Natürlicher Knochenschwund im Alter

Der menschliche Körper erneuert sich fortwährend neu – das gilt auch für das Knochengewebe. Knochen werden also stetig ab- und wieder aufgebaut. Überwiegt noch im Kindesalter der Knochenaufbau, so dreht sich dieses Verhältnis langsam mit zunehmendem Alter um, bis etwa ab dem 45. Lebensjahr mehr Knochenmasse ab- als aufgebaut wird. Dieser natürliche Knochenschwund führt nun dazu, dass die Knochendichte abnimmt und die Knochen insgesamt anfälliger für Brüche werden.

Osteoporose – Übermäßiger Knochenschwund

Gegenüber dieser natürlichen Entwicklung bezeichnet die Osteoporose eine krankhafte Beschleunigung des Knochenschwunds. Sie wird durch Bewegungsmangel, Mangelernährung und verschiedene andere Faktoren wie übermäßigen Alkoholgenuss und Rauchen begünstigt. Folgen sind Schmerzen und vermehrte Knochenbrüche auch bei alltäglichen Bewegungen.

COPD und Osteoporose

Die eingeschränkte Beweglichkeit bei Patienten der COPD und der daraus oft resultierende Bewegungsmangel erklären den Zusammenhang von COPD und Osteoporose. Hinzu kommen bei Patienten der COPD häufig zutreffende Faktoren, die den natürlichen Knochenaufbau hemmen und eine Osteoporose begünstigen: Rauchen, Untergewicht und die Einnahme bestimmter kortisonhaltiger Medikamente. Auch die Übertragung von Entzündungsprozessen von der Lunge auf das Knochengewebe spielt eine Rolle.

Wie kann ich mich schützen?

Der beste Schutz vor Osteoporose deckt sich mit den gängigen Maßnahmen einer COPD-Therapie: Rauchentwöhnung, ausreichend Bewegung und sportliche Aktivität, mäßiger Alkoholgenuss sowie eine mineral- und vitaminreiche Ernährung.

Hier ist neben dem Vitamin D vor allem Kalzium als knochenstärkendes Mineral zu nennen. Es ist in Milch und Milchprodukten wie Käse und Joghurt enthalten, aber auch Vollkornbrot, grüne Gemüse wie Brokkoli und Spinat, Nüsse und Ölsardinen sind wichtige Kalziumlieferanten. Viele Mineralwasser sind zudem besonders reich an Kalzium und enthalten 200 mg Kalzium pro Liter oder mehr (achten Sie auf die Angabe auf dem Etikett).

Ansonsten gelten die allgemeinen Richtlinien einer gesunden Ernährung wie sie im Artikel ‚Richtige Ernährung bei COPD’ beschrieben sind.

Die Physiotherapie bei COPD

Eine Physiotherapie gehört zu den erfolgversprechendsten Maßnahmen bei COPD. Auch für das Training zu Hause stehen den Patienten Möglichkeiten zur Verfügung.

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Welche Behandlung hilft bei COPD?

In jedem COPD-Stadium stehen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um eine Besserung zu bewirken. Alle Maßnahmen auf einen Blick.

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