COPD und Lungensport

Lungensport bei COPD verhilft den Patienten nachweislich zu leichterem Atmen. Lungensportgruppen, die sich auf das Training mit Lungenpatienten spezialisiert haben (COPD, Asthma, etc.), gibt es in ganz Deutschland.

 

Lungensport bei COPD wird in ganz Deutschland von Sportvereinen oder Reha-Einrichtungen angeboten und von speziell ausgebildeten Übungsleitern betreut. Gezielte gymnastische Übungen können insbesondere die Atemmuskulatur unterstützen und dadurch deutliche Erleichterung im Alltag mit sich bringen.

Hier können COPD-Patienten auch bestimmte Atemtechniken erlernen, die Ihnen bei Atemnot wieder zu leichterem Atmen verhelfen.

Was passiert beim Lungensport?

Beim Lungensport wird jeder Patient auf seinem persönlichen Leistungsniveau abgeholt. Es geht nicht darum, Leistungsgrenzen zu überschreiten. Ziel ist der langsame Aufbau von Muskulatur, Kondition und Belastbarkeit.

Beim Lungensport werden

  • Atem- und Entspannungstechniken vermittelt
  • Ausdauer und Beweglichkeit trainiert
  • der Muskelaufbau gefördert
  • die Muskelkraft gestärkt
  • die Koordination der Bewegungsabläufe verbessert
  • die Dehnungsfähigkeit hergestellt

Trainiert wird in kleinen Gruppen im Kraftraum, in der Sporthalle oder im Sommer im Freien. Für Patienten mit schwerer COPD und weiteren Begleiterkrankungen eignet sich besonders ein Bewegungstraining im Wasser (Aquatraining).

Was bringt Lungensport bei COPD?

COPD-Patienten, die Lungensport betreiben, berichten von vielen Vorteilen:

  • Leichter atmen: Die Teilnehmer merken schnell wie positiv der Körper auf die regelmäßige Bewegung reagiert. Sie müssen beim Treppensteigen nicht mehr so schnaufen, halten beim Spaziergang besser mit und können insgesamt die alltäglichen Arbeiten und Belastungen leichter bewältigen.
  • Austausch mit Betroffenen: Die Teilnahme erleichtert den Patienten nicht nur das Atmen, sondern gibt ihnen auch Gelegenheit, sich mit anderen COPD-Patienten auszutauschen.
  • Gemeinschaftsgefühl: Die Aktivität in der Gruppe und abwechslungsreiche Programme sorgen für Spaß und den nötigen Durchhaltewillen.

Wer zahlt?

Weil die zu empfehlende Trainingsform (Intensität, Dauer, etc.) vom Schweregrad der COPD abhängt, müssen Sie den Beitritt zu einer Lungensportgruppe jedoch vorher mit Ihrem Hausarzt besprechen, der Ihnen den Lungensport verordnen kann. Die Kosten für viele Kurse werden anteilig oder komplett von den Krankenkassen übernommen.

Wer darf teilnehmen?

Am Lungensport teilnehmen darf, wer ein Attest vom Hausarzt bekommt. Voraussetzungen für die Teilnahme am Lungensport sind einige Untersuchungen, die eventuelle Gefahren ausschließen sollen. Patienten mit Herzrhythmusstörungen sollten z.B. nicht am Lungensport teilnehmen.

Wo finde ich Lungensportgruppen?

Mittlerweile gibt es ein relativ dichtes Netz von Lungensportgruppen in ganz Deutschland. Unter folgendem Link können Sie eine Lungensportgruppe in Ihrer Nähe finden:

www.lungensport.org

Die Physiotherapie bei COPD

Eine Physiotherapie gehört zu den erfolgversprechendsten Maßnahmen bei COPD. Auch für das Training zu Hause stehen den Patienten Möglichkeiten zur Verfügung.

mehr

Jutta's Blog

Ihr Leben von der Diagnose COPD bis hin zur Lungentrainerin ist voller praktischer Erfahrungen, die sie im Blog mit uns teilen möchte.

mehr