So vermeiden Sie Exazerbationen der COPD

Um das Fortschreiten der COPD zu stoppen, ist es wichtig, akute Verschlechterungen der Symptome (Exazerbationen) zu vermeiden. Was können Sie selbst dazu beitragen?

Die Grippeimpfung schützt vor Exazerbationen

Exazerbationen sind leichte bis schwere Verschlechterungen der COPD-Symptome, die vor allem im fortgeschrittenen Stadium auftreten. Diese Verschlechterungen haben negative Folgen für den Krankheitsverlauf und Ihre Lebenserwartung.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, auf welche Risikofaktoren Sie achten sollten und wie Sie Exazerbationen bestmöglich vermeiden.

Risikofaktoren: Wann treten Exazerbationen auf?

In den meisten Fällen lassen sich eindeutige Auslöser für akute Verschlechterungen der COPD-Symptome finden. An erster Stelle stehen hier virale Infekte der Atemwege in der kalten Jahreszeit – aber auch an besonders heißen Tagen im Sommer mehren sich die Klinikeinweisungen von Patienten mit einer exazerbierten COPD.

Risikofaktoren für Exazerbationen:

  • Infekte der Atemwege wie Erkältungen und Grippe
  • Hitze und Kälte
  • Luftschadstoffe in Abgasen, Rauch und Chemikalien
  • weitere Erkrankungen, z. B. am Herzen
  • Medikamente, z. B. bestimmte Schlafmittel

So vermeiden Sie Exazerbationen

  1. Schützen Sie sich vor Infektionen

    Die Ursache einer Exazerbation ist meist ein durch Viren oder Bakterien verursachter Infekt der Atemwege. Exazerbationen treten deshalb meist in der kalten Jahreszeit auf. Auslöser können z. B. Erkältungen oder grippale Infekte sein.

    Neben Grippeviren sind besonders Pneumokokken gefährlich für Lungenpatienten. Pneumokokken sind bakterielle Erreger, die eine häufige Ursache von Lungenentzündungen darstellen.

    Lassen Sie sich deshalb jährlich gegen Grippeviren und regelmäßig gegen Pneumokokken (alle 3 bis 5 Jahre) impfen.

  2. Meiden Sie Hitzestress

    Sommerliche Hitzewellen können für lungenkranke Menschen zum Problem werden. Besonders wenn Abgase, hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze in städtischen Ballungsräumen zusammenkommen, kann dieser „urbane Hitzestress“ eine starke körperliche Belastung für die Atemwege darstellen.

    An heißen Sommertagen kommt es deshalb wie sonst nur an sehr kalten Wintertagen zu vermehrten Exazerbationen und Notaufnahmen. Wie Sie sich an heißen Tagen schützen können, lesen Sie im Beitrag „Hitzestress bei Asthma und COPD“.

  3. Vermeiden Sie das Einatmen von Schadstoffen

    Wenn Sie trotz COPD weiter rauchen, erhöht sich das Risiko regelmäßiger Exazerbationen erheblich. Aber auch schlechte Luft in stickigen und verrauchten Räumen oder Smog im Innenstadtbereich können Exazerbationen begünstigen. Meiden Sie daher solche Orte, an denen die Luftqualität durch Schadstoffe stark vermindert ist.

  4. Halten Sie sich an die verordnete Therapie

    Die COPD ist eine Erkrankung, die unbehandelt fortschreitend verläuft. Um diesen Verlauf zu stoppen, ist es auch in stabilen Phasen wichtig, dass Sie die grundsätzlichen Behandlungsempfehlungen im Alltag umsetzen.

    Besonders die regelmäßige Einnahme der verordneten Medikamente ist eine wichtige Voraussetzung für einen stabilen Verlauf der COPD. Dabei spielt auch die richtige Inhalationstechnik eine Rolle. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker in die korrekte Anwendung Ihres verordneten Inhalationssystems einweisen.

  5. Stärken Sie Ihre Lungenfunktion

    Verschiedene Maßnahmen helfen Ihnen, den fortschreitenden Verlust an Lungenfunktion aufzuhalten. Dazu zählen neben dem Rauch-Stopp und der medikamentösen Therapie vor allem viel Bewegung und die physiotherapeutische Atemtherapie bei COPD.

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