Monika Tempel

Kopfsache

Bewältigungsstrategien für Lungenpatienten

Um die mutige und selbstbewusste Bewältigung von chronischen Lungenkrankheiten geht es in diesem Blog. Dazu motiviert die Ärztin Monika Tempel Patienten und Angehörige mit gesundheitsfördernden Methoden.

Schmerzen gehören für viele COPD-Patienten zum Alltag

Mit COPD verbinden Betroffene und Behandler vor allem die AHA-Symptome Atemnot, Husten und Auswurf. An Schmerzen denkt kaum einer – obwohl etwa die Hälfte aller COPD-Patienten unter ihnen leidet. Höchste Zeit, dieses Problem genauer unter die Lupe zu nehmen.

COPD und Schmerzen

Wie häufig?

Üblicherweise werden COPD-Patienten im Praxis- und Klinikalltag nicht nach Schmerzen gefragt. Das ist erstaunlich, denn in den bekanntesten Studien zum Thema berichten 32 bis 82 Prozent der COPD-Patienten über mittlere oder sogar starke Schmerzen. Damit liegen sie gleichauf mit Herzkranken, die allerdings regelmäßig nach ihren Schmerzen gefragt werden.

Wo genau empfinden COPD-Patienten ihre Schmerzen?

Am häufigsten beschreiben sie Schmerzen im Brustbereich und im Rücken:

  1. Bei den Rückenschmerzen überwiegen offenbar die Schmerzen im unteren Rückenbereich gegenüber Schulter- und Nackenschmerzen. Eine nicht geringe Zahl von COPD-Patienten leidet unter Kopfschmerzen oder Schmerzen in den Beinen.
  2. Die Schmerzen im Brustbereich werden meist als drückender, einengender Schmerz beschrieben. Schmerzen mit anderen Lokalisationen sind eher ziehend oder brennend.

Wie intensiv sind die Schmerzen?

Auf die Frage nach der Schmerzintensität berichten COPD-Patienten von mittleren bis starken Schmerzen.

Dieser knappe Faktencheck macht bereits klar: Das Thema „Schmerzen bei COPD“ ist alles andere als leichte Kost. Doch der Mut zur Auseinandersetzung mit den Hintergründen wird belohnt…

Schmerzursachen bei COPD – ein noch ungelöstes Puzzle

In der Fachliteratur werden viele mögliche Ursachen für die Schmerzen bei COPD diskutiert. Weil an dieser Stelle der Umgang mit der Krankheit und der Alltag von COPD-Patienten im Vordergrund stehen sollen, konzentrieren wir uns auf die wichtigsten möglichen Schmerzursachen.

Schmerzursachen

Ursachen für Schmerzen allgemein bei COPD:

  • Systemische Entzündungsreaktion
  • Psychische Belastung

Ursachen für Brustschmerzen bei COPD:

  • Akute Exazerbation (Notfall)
  • Pneumothorax (Notfall)
  • Muskelschmerzen durch schweres Husten, Atemanstrengung
  • Thoraxverformungen
  • Reflux von Magensäure (GERD)

Ursachen für Rückenschmerzen bei COPD:

  • Osteoporose
  • Übergewicht
  • Muskelschmerzen durch Atemanstrengung

Ursachen für Schulter- und Nackenschmerzen bei COPD:

  • Muskelschmerzen durch vermehrte Beanspruchung der Atemhilfsmuskulatur
  • Muskelverspannung durch Angst, Depression

Ursachen für Kopfschmerzen bei COPD:

  • Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut)
  • Spannungskopfschmerz durch Streß, Angst, Depression

Ursachen für Beinschmerzen bei COPD:

  • „Unruhige Beine“ (Restless Legs Syndrome)
  • Übergewicht

Einflussfaktoren: Geschlecht, Psyche und Lebensstil

Die meisten Studien zu Schmerzen bei COPD berichten folgende allgemeine Ergebnisse:

  1. Schmerzen sind bei COPD-Patientinnen häufiger und stärker als bei COPD-Patienten.
    Erklärungsmodell: neuroimmunologische, hormonelle, genetische und psychische Faktoren
  2. Schmerzen sind bei COPD-Patienten mit Angst oder Depression häufiger und stärker als bei Patienten ohne diese psychischen Störungen.
    Erklärungsmodell: gemeinsame neuronale Verarbeitungswege von Angst, Atemnot und Schmerz
  3. Schmerzen sind häufiger und stärker bei COPD-Patienten mit niedrigerem Einkommen, mit aktivem Raucherstatus, mit Bewegungsmangel.
    Erklärungsmodell: Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Fakten, Rauchen und körperlicher Aktivität.

Das sind immerhin einige Erkenntnisse mit wichtigen Ansatzpunkten für die Praxis. Einzelheiten dazu finden Sie im praktischen Teil dieses Beitrages.

Wechselwirkungen mit typischen Krankheitsfaktoren

Welche Wechselwirkungen zeigen sich beim Thema Schmerzen und COPD? Auf diese Frage gibt es keine einfachen Antworten. Am ehesten wirken sich die folgenden Krankheitsfaktoren einer COPD ungünstig auf das Schmerzempfinden der Betroffenen aus – und umgekehrt:

  • COPD-Symptome: Atemnot und Husten
  • Psychische Faktoren: Angst und Depression
  • Folgekrankheiten (v. a. Osteoporose)
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Lebensstil: Bewegungsmangel und Rauchen
Schmerzen bei COPD

Eine zentrale Bedeutung spielt offenbar der Faktor „Bewegung“. Wie Atemnot, so führen auch Schmerzen zu einem Teufelskreis aus Vermeidungsverhalten, Bewegungsmangel und Schmerzverstärkung.

Wie bei Atemnot, so helfen auch hier psychopneumologische Interventionen beim Ausstieg aus dem Teufelskreis. Im Grunde kann man an jeder Stelle aussteigen. Am besten gelingt das über Bereitschaft (Akzeptanz) – dosierte Belastung – Schmerzlinderung.

„Puzzle-Teile“ für den Umgang mit Schmerzen

Auf das ungelöste Puzzle der Schmerzursachen und das Geflecht der wechselseitigen Auswirkungen antwortet dieser Beitrag im praktischen Teil mit therapeutischen „Puzzle-Teilen“ (siehe unten: „Merkzettel für die Kühlschranktür“)!

Das erste Puzzle-Teil ist dabei das wichtigste: Sprechen Sie als COPD-Patient/in Ihre Behandler aktiv auf Ihre Schmerzen an, falls Sie nicht danach gefragt werden. Es ist ein wichtiges Thema, denn Schmerzen bei COPD beeinflussen wesentlich die Lebensqualität – das haben Sie spätestens durch diesen Beitrag erfahren!

Zudem gibt es weitere hilfreiche Bausteine für den Umgang mit Schmerzen (anklicken und mehr erfahren):


Lungensport


Atemtherapie


Hustentechniken


Rauchentwöhnung


Osteoporose-Vorbeugung


Pneumologische Rehabilitation


Umgang mit Atemnot


Umgang mit Ängsten


Umgang mit Depression

Stellen Sie sich aus den Angeboten Ihr ganz persönliches „Hilfe-Puzzle“ zusammen. Dabei unterstützt Sie der „Merkzettel für die Kühlschranktür“.

Merkzettel für die Kühlschranktür

Der „Merkzettel für die Kühlschranktür“ ist diesmal eine Vorlage für Ihr persönliches „Hilfe-Puzzle“ gegen Schmerzen bei COPD.

Hilfe-Puzzle gegen Schmerzen bei COPD

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Kommentare:

Kommentar von Charlotte |

Hallo,

ich bin schwere Asthmatikerin und habe schon seit 20 Jahren durch die ständigen Infekte und das Asthma sehr viel Husten und Luftprobleme. Manchmal bin ich dann etwas verspannt. Mir hat die Massage in der Reha gut geholfen diese Verspannungen zu verbessern und dann ist das Husten mit dem Auswurf auch wieder leichter.
Gleichzeitig war ich schon oft in der Atemtherapie und inhaliere regelmäßig Kochsalzklösung über den Vernebler.
Schmerzen habe ich zum Glück meist überwiegend "nur" durch die Epilepsie und die von den Anfällen verursachten Verletzungen und Kopfschmerzen. Meine orale Cortisontherapie wegen dem Asthma hat auch nach 11 Jahren noch keine Osteoporose verursacht. (Vitamin D-Tabletten)
Ich habe aber schon mehrmals erlebt, dass therapieresistente und schwere Asthmatiker Schmerzen durch die kortisoninduzierte Osteoporose hatten. Man muss hier jedoch unterscheiden zwischen Sprays und Tabletten, denn das Problem sind in der Regel die Kortisontabletten und ihre Nebenwirkungen.

Ich wollte nur von meinen Erfahrungen berichten. Wichtig finde ich trotz allem positiv denken zu können. Seitdem ich keine Depressionen mehr habe, ist nämlich auch der Umgang mit den Krankheiten viel leichter, obwohl die Untersuchungsergebnisse teilweise eher schlechter sind.

Liebe Grüße

Kommentar von leichter-atmen Team |

Lieber Kay,

das klingt nach einer wahren Odyssee, die du da hinter dir hast. Bei deiner recht komplexen Erkrankungshistorie ist es natürlich schwer hilfreiche Tipps zu geben. Hast du schon mal einen Atemphysiotherapeuten aufgesucht? Das sind Physiotherapeuten, die eine spezielle atemtherapeutische Fortbildung gemacht haben. Sie sind u. a. auf die Sekretelimination spezialisiert, also darauf, Sekret mithilfe von bestimmten Techniken und Hilfsmitteln aus den Atemwegen herauszubefördern. Unsere Bloggerin Anja Kornblum-Hautkappe z. B. ist eine solche Atemphysiotherapeutin. Mehr erfährst du auch unter https://www.leichter-atmen.de/copd-physiotherapie

Vielleicht ist das ein Ansatz, den du verfolgen kannst, um deine Beschwerden besser in den Griff zu bekommen.

Wir wünschen dir viel Kraft und Geduld auf diesem Weg!

Kommentar von Kay Höfer |

Liebe Leidensgenossen,

Habe Eure Beträge interressiert verfolgt, passe mit meinem Verlauf leider in kein Schema. Bin 50 Jahre alt, bis März 2018 kerngesund, kaufmann,Nichtraucher, begeisterter Bergwanderer ,
Dann: Influenza Typ B (leider wg. Stress im Job verschleppt und nicht richtig auskuriert)
Diffuse Beschwerden im Frühjahr - ab und an starke Schweißattacken, etwas Luftnot,
Beine taub ...
ab Ende Mai: verstärkter (schaumiger) Speichelfluss (erst nur nach Essen oder trinken, dann ständig --- 6 Ärzte befragt + auf meinen Wunsch Lunge abgehört+geröntgt: Alles i.O. - keiner hatte Ahnung, woher der schaumige Schleim kam.
Ende August dann Pneumologe. Diagnose: ACOS! (hatte vorher kein Asthma,nur als Kind etwas Heuschnupfen, wie gesagt zudem Nichtraucher) FEV1 war nur 79%, da ich wegen des Schleims wohl nicht richtig ins Gerät pustete.
Ohne nähere Erklärung wurde mir Foster + Salbuthamol verschrieben, sollte mich im Februar wieder melden. Falls ich das Foster nicht vertrüge, absetzen & im Okt. wieder melden (habe ich getan) Hatte mich dann im Netz informiert - und daraufhin bei Lungentag in Potsdam. Dortiger COPD-Refernt: Sie haben kein COPD! Soll mir Zweitmeinung holen. Habe ich getan im September getan: FEV1 nun 115%, Rest auch i.O., aber Schleim immer mehr!!!
Dann noch Untersuchungen wegen der anderen Probleme: große ax. Hernie + chron. Rachenentzündung. Dann kam eine Wurzelbehandlung mit Durchstoß zur Kieferhöhle. grüngelbe Flüssigkeit lief aus der (und wohl auch in die) Nase.
Leider habe ich das Problem der bakt. Infektion nicht gleich erkannt, es kam das Wochenende und am Montag hatte ich blutigen Auswurf. Daher: pneum. Abtlg. des Krankenhauses: FEV 1 noch 110%, Bronchioskopie: leichte chron. Bronchitis + Asthma. Sollte Soledum nehmen. Habe ich kurz gemacht, aber damit 25Pckg. Tempo/ Tag für den Schleim verbraucht. Als Großhandelsverkäufer unmöglich. Der Job fiel mir da aber auch schon immer schwerer. Habe mir dann vom Zahnarzt Antibiotika geholt und vom Pneumologen Novopulmon. Danach ging das Elend los: A) Es begann eine leichte Schleimbildung hinter der Nase - sog ich a b und an herab und dachte mir erst nichts dabei. Sonst:Schleim immer dicker- konnte ihn ab jetzt nur noch irgendwie vom Kehlkopf wegziehen. Durch die Menge des Schleims immer öfter. Stimme fast weg - täglich Blutauswürfe. HNO-klinik: chron. Kehlkopfentzündung + Zungengrundsoor. Hatte das Spray eigentlich korrekt vor dem Essen genommen + Mundpflege. Problem. Noch zu diesem Zeitraum hatte ich einen ganz normalen Mundraum. Wurde dann mehrere Wochen mit Moronal/Ampho-Moronal malträtiert. Umsonst. Pilz noch da - zudem nun eine schreckliche Zunge (kein Pilz dort) - aber sieht aus wie eine Haarzunge. 6 Ärzte div. Fachrichtungen - ratlos. Zudem ist der gesamte Mundraum nun irgendwire verätzt. Habe keinen Speichel mehr - nur Schleim! War Mitte November dann nochmals bei einem weiteren Pulmologen, da meiner in Urlaub und ich etwas Luftnot im Liegen hatte: FEV1 dort: 109%, Bronchien lt. Ultraschall voll verschleimt, Röntgen gut, aber "leichte peribronchiale Zeichnungsstörung" - hierzu aber keine Info. Meinte aber: COPD unwahrscheinlich, da bis dato keinerlei Husten.
War also weiter auf der Suche nach der Schleimursache. Stiller Reflux:
24h-ph-metrie ging nicht: Speiseröhre zu gereitzt, dann Privatsprechstunde HNO:
48h-ph-metrie Rachen: ging wegen der Rachenentzündung auch nicht,aber er meinte, dass meine Nasenatmung nicht perfekt wäre. War mir neu - bin bis dahin täglich den 10%-Berg vor dem Haus (500m) nur mit Nasenatmung hochgelaufen. Dachte aber er müsse es wissen und ließ mich zu einer Laserung der Nasenmuscheln überreden.
(erstmal rechts). Nun: rechts: noch50-60% Luft, links: naezu keine Luftatmung mehr.
Doch das Schlimmste folgt. Um endlich mal Klarheit zu erlangen. Besuch Lungenklinik Mitte Januar. Hingefahren mit Unmengen Schleim, ohne je auch nur 1x gehustet, gehüstelt, geräuspert o.ä. zu haben, zurück mit: dem Mehrfachen an Schleim, ständigem Räuspern & Hüsteln mit Schleim, wasserfallartigem Schleimfluss hinter der Nase, Dicke Anteile setzen sich fest, muss ich herabsaugen,sollte Kortison-Nasenspray nehmen: Nase setzte sich zu: nun Tinnitus, Klacken im Ohr.
Das Alles geschah erst nach der Bronchioskopie. da FEV1 noch 100% und Röntgen+Bronchioskopie noch gut waren, wurde (noch) keine Obstruktion festgestellt. Beim Asthmatest konnte ich wieder wg. des Schleims beim entscheidenden Test mit Sultanol nicht korrekt hineinpusten - Ergebnis daher wohl verfälscht. Pricktest: Allergie auf Alles. Seitdem massive Verschlechterung: Es gibt nicht eine Sekunde mehr ohne Schleim. Dieser schmeckt nun nicht mehr natürlich wie Spucke oder nasenseitig wie Nasensekret sondern wie bestocktes Eiweiß. Schrecklich könnte mich ständig übergeben. Es gibt verschiedene Konsistenzen: glasig, fadenziehend, grau-weiß, schaumig-weiß und transparent mit großen Blasen. Es scheint der ganze Lufttrakt zu schleimen. die Schmerzen am Kehlkopf und beim Schlucken sind nicht mehr auszuhalten. Habe ausgerechnet, dass ich ca.5000x am Tag Schleim am Kehlkopf habe, hüstele, röchle, ziehe, schniefe o.ä. Grausam! Muss dazu sagen, dass ich immer ein Mensch von Kultur war (Feinschmecker, begeisteter Hobbykoch, Konzertgänger etc.) Alles vorbei. Kann seit September in kein Restaurant mehr (nach dem Essen oder Trinken von Beginn an am Schlimmsten.
Musste bereits meinen Job aufgeben, mein geliebtes englisches Auto verkaufen, kann nirgends mehr hin, sitze nur noch auf dem Sofa und schleime rund um die Uhr vor mich hin. Dabei war ich der unternehmungslustigste Mensch, mit einer lieben Frau, Familie,vielen wirklich guten Freunden... Alles dahin, nur wegen 24h Dauerschleim.
Zumal ich wg. der Diagnose in der Luft hänge. Bezgl. der Nase wohl chron. Rhinitis + postnasales Syndrom. Die Lungenklinik meinte, der Schleim käme wohl hauptsächlich daher - kann aber nicht sein, da erst danach so schlimm von dort. HNO: er kann da nichts machen, vielleicht Uni-Klinik..
Ach so: mittlerweile noch Befund v. Hämatologen: IgG3-Subklassendefekt + IGE zu hoch. Soll zu einem Experten gehen. Habe nur mittlerweilen keine Kraft mehr für Irgendetwas - Bronchien sind irgendwie total zu (belegt) - Fitness lässt extrem nach,
Muskeln auch - würde gern trainieren, bin aber rund um die Uhr mit dem schmerzhaften Herauswürgen von Schleim beschäftigt!!! Mein Zimmergenosse in der Klinik (seit 6Jahren COPD) meinte: so etwas wie Du möchte ich nicht haben, würde mich umbringen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

KH

Kommentar von Norbert Schmitt |

Hallo Heidi Streb, mir geht's etwa wie dir. Habe auch COPD bekommen nach einer doppelseitigen Lungenembolie 2013. Treppensteigen 10 Stufen schon zuviel, 5 min stehen sehr starke Rückenschmerzen. Morgens kein Husten auch nur wenig Schleim. Ich gehe wegen meinem Bandscheibenvorfall ins warme Wasser, das hat mir die BKK bis jetzt jedes Jahr genehmigt. Und wegen dem Wasser hab ich auch keine Probleme wegen der Luft. Bekomme auch Flutiform und Prednisolon vom Lufa. Aber Salzgrotte ist natürlich viel besser für unsere Lungen.

Kommentar von Monika Tempel |

Es ist kein leichtes Spiel!

Danke für die Kommentare. Sie machen deutlich: COPD und Schmerzen sind ein komplexes Thema – besonders, wenn neben COPD andere schmerzbehaftete Grundkrankheiten bestehen. Dann addieren sich die Probleme nicht, sondern sie multiplizieren sich!

Im Blog-Beitrag ist erwähnt, daß Frauen häufiger und stärker unter Schmerzen bei COPD leiden. Das zeigt sich auch in den Kommentaren. Bisher haben nur Frauen von ihren Schmerzen berichtet. Der Spruch „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“ scheint immer noch zu wirken ;-)

@ Monika:
Ihre beiden Kommentare sind mutmachende Beispiele dafür, daß man auch bei schweren Grunderkrankungen eine Verbesserung erreichen kann, liebe Monika. Mut zum Experiment, Ausdauer bei der Suche nach dem Passenden und Zuversicht auf Linderung gehören zur „Grundausstattung“, die man als chronisch Kranker gut in seinem Rucksack für den Alltag gebrauchen kann.

@ Heidemarie:
Sie machen gerade eine sehr schwere Zeit durch. Ihr Kommentar zeigt eindrücklich, was eine akute Verschlechterung der COPD (Lungenentzündung mit Rückfall) bedeuten kann, wenn man – wie Sie, liebe Heidemarie – an mehreren chronischen Krankheiten leidet. Da ist es verständlich, daß Sie manchmal ratlos sind. Mit der Morphin-Pumpe haben Sie eine echte Chance gegen Ihre Schmerzen. Wegen der vielen Infekte können Sie vielleicht ein offenes Gespräch mit Ihrem Lungenfacharzt führen. Bei fortgeschrittener COPD sind akute Verschlechterungen leider häufiger. Umso wichtiger für Sie, liebe Heidemarie, daß Sie wissen, welche Maßnahmen wirklich sinnvoll sind, damit Sie stabiler werden. Was halten Sie davon, Ihren Lungenfacharzt um ein offenes Gespräch zu bitten? Ich wünsche Ihnen einen verständnisvollen und tröstlichen Austausch.

@ Sigrid:
Weiter so, liebe Sigrid! Weniger Schmerzen, mehr Lebensqualität –das sind tolle Erfolge.

@ Gabriele:
Es ist schwer, den Mut nicht zu verlieren, wenn man alle Therapien gewissenhaft anwendet und trotzdem Beschwerden hat. Sie haben sicher schon viel ausprobiert, liebe Gabriele. Vielleicht kann eine gute Atemphysiotherapie Sie noch einmal gezielt beim Umgang mit Bronchialkrämpfen und Hustenschmerzen unterstützen?

@ Heidi:
Sie lassen sich weder von der COPD noch von den Schmerzen unterkriegen. Wie gut, daß Sie mit dem Salarium eine Wohltat für Lunge und Psyche entdeckt haben, liebe Heidi. Wegen der Kostenerstattung denke ich, Sie sollten das persönliche Gespräch mit Ihrem Ansprechpartner bei der Krankenkasse suchen. Nehmen Sie alle Krankenunterlagen mit und einen Prospekt der Salzgrotte. Schildern Sie ihm, wie Sie mit dem regelmäßigen Salarium-Besuch Ihren Zustand aktiv stabilisieren. Bitten Sie ihn dann um eine Kulanz-Regelung. Ich hoffe sehr, daß Sie schon bald von einem Erfolg berichten können…

@ Sabine:
Sie deuten Ihre Schmerzen vor allem als Nebenwirkung der Cortisonmedikation. Das macht die Schmerzen zwar nicht leichter – aber es macht verständlich, warum Sie vor den Nebenwirkungen der Schmerzmedikation (z. B. Abhängigkeit) zurückschrecken. Ich schätze Sie, liebe Sabine, als aktive Patientin ein. Deshalb antworte ich auf Ihre Frage, was Sie gegen die Schmerzen machen können, mit dem Hinweis auf nicht-medikamentöse Schmerztherapien. Möglicherweise haben Sie bereits Entspannungstechniken, Krankengymnastik, Fango, Osteopathie, Massage, usw… erprobt. Was hat – wenigstens ansatzweise – gutgetan?

Experimentieren – das gilt für alle! Ausprobieren, was Erleichterung bringt.

Ihre Monika Tempel

Kommentar von Monika Rösch |

Hallo liebe Mitstreiter,
es ist Interessant Eure Kommentare zu lesen. Ich möchte zu meinem Kommentar vom 12.02.19 noch hinzufügen, daß ich seit ca 1 Jahr Sanasthmax 250 mg früh und abends je 1 Hub nehme. Es hilft mir auch sehr gut. Ich hatte auch Diagnose Gold 4. Durch das
THC Spray haben sich meine Muskeln entspannt ,die im Brustkorb und die Lunge auch,
dadurch kann ich besser atmen. Ich habe noch keine triftige Erklärung von meiner Lungenärztin dazu. Bin nächste Woche bei ihr und werde Euch berichten. Zur Abhängigkeit möchte ich erwähnen, daß es Abhängig macht, wenn man es mißbraucht. Ich nehme von dem THC Spray Abends vor dem schlafen 2 Hübe unter die Zunge.
Ich grüße Euch

Kommentar von Heidemarie Thomann |

Hallo guten Abend , ich habe mit großer Interesse Ihren Bericht gelesen .Bei mir wurde vor 4 Jahren COPD Gold 4 Entstadium nach einen Herzinfakt fest gestellt .Ich habe seit Säugling an sehr schwer Asthma was nie behandelt wurde .Nun bekomme ich bei der kleinsten körperlichen Belastung keine Luft mehr und bin 24 Stunden an Sauerstoff ab hängig .Zwischen Weihnachten 2018 bis Mitte Januar 2019 musste ich in eine Klinik da ich eine sehr schwere Lungen Entzündung hatte .Nun geht es mir seit circa 2 Wochen wieder sehr schlecht und es wurde gestern von den Lungenarzt wieder eine neue Lungenentzündung fest gestellt .Es soll ein Rückschlag von der vor kurzer Zeit gewesene Lungen Entzündung sein . Nun muss ich zusätzlich zu den Lungen Medikamenten noch Antibiotika und Cortison hoch dosiert nehmen .Seit dem habe ich auch sehr schwere Schmerzen im Rücken wo ich nicht weiss ob Diese von der Lunge kommen oder von meiner kaputten Wirbelsäule .Denn ich habe eine vererbare Knochenerkrankung die meine Knochen regelrecht zerstört .Im Jahr 2018 bekam ich in einer Uni Klinik deshalb Stromelektronen an der Wirbelsäule und einen Generator implantiert .Da die Stromelektronen leider nicht den gewünscht Erfolg das ich die sehr schweren Schmerzen aus halten kann und wieder ein wenig laufen kann nicht gegeben ist ,soll mir jetzt als letzten Strohhalm eine Morphium Pumpe Ende Februar 2019 implantiert werden .Da ich schon über 15 Jahre Morphium wegen den starken Schmerzen nehmen muss ist Dieses die einzigste Lösung für mich . Auch von den Lungenmedikanten sehe ich bis jetzt auch leider keine Erfolg , ich nehme täglich ultibro breezhaler Hartkapsel mit Pulver zur Inhalation und Salbuhexal bei Bedarf .Ich brauche keine 5 Meter langsam laufen dann habe ich keine Luft mehr und jetzt mit der Lungenentzündung ist das Atmen auch sehr schwer .Der Lungenfunktions Test ist gestern nach Aussage des Lungenarzt sehr schlecht aus gefallen .Ich habe kein Übergewicht , wiege knapp 60 Kg und bin jetzt nur noch 157 cm groß , vorher wo die Knochen nicht so kaputt waren war ich 165 cm groß .Wer weiss was ich noch machen kann um die Lungen Erkrankung ein wenig zu lindern .Ich hatte vor einen Jahr eine Spritze bekommen die sollte dafür da sein das ich keine Lungenentzündung mehr bekomme . Nach Aussage der Ärzte helfen die Spritzen nicht immer da es immer wieder neue Erreger gibt die sich trotz Spritze auf die Lunge fest setzen und das ist dann wieder eine neue Lungenentzündung .Ich weiss mir keinen Rat mehr was ich noch machen soll .

Kommentar von Sigrid Spörhase |

Das ist ein sehr interessanter Artikel den ich aufmerksam gelesen habe. Ich habe COPD 3 D mit Emphysem hinzukommt eine versteifte Wirbelsäule von TH 11/12 auf S1/ Darmbein. Skoliose, in der BWS leichte Kyphose sowie in der HWS. Da sind die Schmerzen ein genauso ständiger Begleiter wie die COPD mit ihren Einschränkungen. Es hat lange gedauert durch Bewegung, Wassergymnastik, Lungensport, Atemtherapie, Osteopathie , Gymnastik die Schmerzen zu reduzieren, ohne Schmerzmittel geht es leider dennoch nicht. Erträglicher ist auf alle Fälle geworden und ich hab Lebensqualität zurückgewonnen auch hat sich die Atemnot verbessert und die COPD stabilisiert. Das geht auch nur durch die eigene Aktivität.

Kommentar von Gabriele |

Hallo,
vielen Dank für den tollen Bericht. Ich habe Asthma und COPD mittelschwer mit Luftnot bei Anstrengung und starkem Auswurf. Auch ich habe Schmerzen in der Brust, als wenn sich die Bronchen verkrampfen, besonders schlimm ist es, wenn ich wieder über einen längeren Zeitraum Cortison in Tablettenform nehmen mußte. Ferner passiert es mir immer wieder, dass sich durch das starke Abhusten Nerven im Rippenbereich einklemmen, was auch sehr schmerzhaft ist. Ich nehme jeden Tag 3x2 Hübe Foster 200, 1x2 Hübe Spiriva, Berodual nach Bedarf und benutze jeden Tag den Vernebler - und habe trotzdem das Gefühl, dass das alles nichts mehr bringt.

Viele Grüße an alle Leidensgenossen.

Kommentar von Monika Rösch |

Hallo vielen Dank für diese Thematik Schmerzen bei COPD.
Meine Grunderkrankung ist seit 30 Jahren Multiple Sklerose, bin auf den Rollstuhl dauerhaft angewiesen und habe aber außer Spastiken in den Beinen einen Kranken-
stillstand seit mehr als 10 Jahren.
Ich habe vor 5 1/2 Jahren die Diagnose Lungenkarzinom bekommen und wurde operiert ohne Chemo und Bestrahlung bisher sehr guter Verlauf.
Es wurde der rechte untere Lungenlappen entfernt. Danach habe ich 3 Jahre lang eine COPD entwickelt, war oft in der Klinik mit Exacerbationen und wurde insgesamt 10 x bronchoskopiert und abgesaugt. Seit der OP bin ich auf Sauerstoff 3 l in 24 Std. angewiesen.
Gegen meine Schmerzen in den Beinen und im Halswirbelbereich (2 Bandscheibenvorfälle) bekam ich 14 Jahre Lyrica und Katadolon. Katadolon wurde vom Markt genommen und ich hatte Probleme ein Schmerzmedikament zu bekommen. Nach monatelangem hin und her hat meine Neurologin mir THC Spray
verschrieben.
Ich hatte sehr gutes Empfinden in den Beinen, sie waren ruhig und ich konnte nachts
wieder schlafen aber nicht nur das!
Mein Husten war von einem auf den anderen Tag fast weg und auch die Schmerzen auf der Brust . Meine umfangreiche Lungenuntersuchung im Dezember ergab sehr gute Werte die überhaupt nicht zu den vorherigen Werten passten.
Der Arzt sagte mir, daß die Werte keine COPD mehr diagnostizieren. Ich kann es kaum
glauben aber es kann nur das THC Spray bewirkt haben.
Ich wäre trotz allem glücklich, wenn der Husten weg bleibt.
Vielen Dank und vielleicht kann dieses Medikament dazu beitragen, daß es anderen
mit dieser Diagnose auch so gehen könnte.

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