Neue Studie: Vibrationstraining effektiv bei schwerer COPD

Mit einem Vibrationstraining können Patienten mit schwerer COPD bessere Effekte bei gleicher Anstrengung erzielen.

COPD-Patienten können durch ein regelmäßiges Training der Beinmuskulatur (z.B. durch Kniebeugen) ihre körperliche Leistungsfähigkeit deutlich steigern. Noch besser fällt das Ergebnis aus, wenn sie das Training auf einer Vibrationsplatte stehend durchführen – das ergab eine neue Studie, die auf dem DGP-Kongress in Stuttgart (22. – 25.03.2017) vorgestellt wurde.

Im Rahmen der Studie führten 74 COPD-Patienten, die an einem dreiwöchigen Rehaprogramm teilnahmen, an drei Tagen pro Woche ein zweiminütiges Kniebeugentraining auf einer Vibrationsplatte durch. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die das Training auf normalem Boden absolvierte, schnitten die Teilnehmer des Vibrationstrainings nach Ablauf der drei Wochen bei einem 6-Minuten-Gehtest deutlich besser ab. Zudem erzielten sie bessere Werte bei einem Test der Muskelleistung und Balancefähigkeit.

Weil die bessere Wirkung nicht mit einer zusätzlichen Atemleistung verbunden ist, profitieren vor allem Patienten mit fortgeschrittener Atemnot vom Vibrationstraining. Durch das Training von Koordination und Balance könnte zudem das Sturzrisiko bei den Patienten vermindert werden.

Quelle:

R. Glöckl (et al.): Warum profitieren Patienten mit schwerer COPD von Vibrationstraining – Eine randomisiert, kontrollierte Studie. In: Pneumologie 2017. Band 71, 1-125. (Online-Veröffentlichung)

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