Atemtherapie bei chronischen Lungenerkrankungen

Eine Atemtherapie verhilft Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD zu einem leichteren Atmen.

Atemtherapie bei COPD

 

Obstruktive Atemwegserkrankungen wie Asthma, COPD und Lungenemphysem sind mit einer gestörten Atmung verbunden. Ziel einer Atemtherapie ist es, mit der Atmung zusammenhängende Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

In einer Atemtherapie geht es deshalb darum, den Betroffenen bestimmte Atemübungen und -techniken an die Hand zu geben und ihnen Selbsthilfemöglichkeiten zu vermitteln.

Was passiert bei einer Atemtherapie?

Eine Atemtherapie kann man sich wie eine auf Lungenpatienten abgestimmte Physiotherapie vorstellen. Im Mittelpunkt stehen die spezifischen Beschwerden der Patienten, die durch ein gezieltes Training verbessert werden sollen.

Im Wesentlichen dreht sich eine Atemtherapie um folgende Ziele und Inhalte:

  • Entwicklung eines Atembewusstseins
  • Anleitung zu atemgymnastischen Kraft- und Dehnübungen
  • Vermittlung spezieller Husten- und Atemtechniken
  • Mobilisierung von zähem, festsitzenden Sekret in den Bronchien
  • Verbesserung der Sauerstoffaufnahme
  • Anleitung zum Training mit Atemtherapiegeräten

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Wo kann man eine Atemtherapie machen?

Prinzipiell kann jeder Patient ein atemtherapeutisches Trainingsprogramm eigenständig zu Hause durchführen. Vor allem für Neulinge ist eine Schulung bzw. Begleitung durch einen Therapeuten jedoch sehr empfehlenswert. Im Rahmen einer solchen Schulung werden die Patienten in die Lage versetzt, die erlernten Techniken und Übungen allein durchzuführen.

Atemtherapeutische Schulungen werden angeboten von

  • speziell geschulten Atemtherapeuten (Physiotherapeuten mit atemtherapeutischer Zusatzausbildung)
  • Rehakliniken für Lungenpatienten und
  • regionalen Lungensportgruppen.

Verordnung und Kostenübernahme

Eine Atemtherapie kann durch einen Haus- oder Lungenfacharzt verordnet werden. Bei einer Erstverordnung werden gewöhnlich 6 Therapieeinheiten zu je 20 Minuten verschrieben. Weitere Verordnungen sind möglich.

Wenn die Atemtherapie von einem Arzt verordnet wurde, trägt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Besprechen Sie deshalb die Möglichkeit einer Verordnung mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Atemtherapiegeräte für Lungenpatienten

Zäher Schleim, der sich in den Bronchien festsetzt und die Atemwege verengt, verursacht chronischen Husten und verstärkt die Atemnot vieler Atemwegspatienten. Ein Ziel der Atemtherapie ist es deshalb, den Schleim zu lösen und das Abhusten zu erleichtern. Hier ist besonders die Anwendung spezieller Atemtherapiegeräte sinnvoll.

Diese sogenannten PEP-Systeme übertragen einen positiven Druck auf die Atemwege, der beim Ausatmen in das Gerät entsteht. Dadurch wird zäher Schleim von den Bronchialwänden gelöst und kann leichter abtransportiert bzw. abgehustet werden.

Bestimmte PEP-Systeme (z.B. RC-Cornet®, Flutter VRP 1®) werden in der Leitlinie von COPD und Lungenemphysem empfohlen und sind in der Regel erstattungsfähig.

Reflektorische Atemtherapie

Neben der physiotherapeutischen Atemtherapie gibt es auch noch die reflektorische Atemtherapie, die jedoch einen ganz anderen Ansatz verfolgt. Sie arbeitet mit alternativen Heilmethoden und will z.B. über meditative Atemübungen das Körperbewusstsein und die seelische Ausgeglichenheit fördern.

Diese Form der Atemtherapie zielt also in erster Linie auf Stressabbau und Entspannung, um so den Gesundheitszustand der Patienten positiv zu beeinflussen.

 Übungen zur Atementspannung

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