Reha bei COPD

Der Grundsatz der Deutschen Rentenversicherung gilt auch bei COPD: Reha vor Rente. Wer in der Sozialversicherung versichert ist und seine Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit erheblich gefährdet oder gemindert sieht, hat daher ein Recht auf Rehabilitation.

Rehabilitation bei COPD


Eine Rehabilitation (kurz: Reha) ist für COPD-Patienten eine Chance, den Verlauf der Lungenkrankheit aktiv zu beeinflussen. Studien zeigen, dass eine Reha die Lebensqualität und die Lebenserwartung bei COPD der Patienten verbessert, die Symptome verringert, die Leistungsfähigkeit steigert und Depressionen abbaut.

Trotz der gesicherten Erkenntnisse über die positiven Langzeiteffekte einer Reha bei COPD, wird sie von ärztlicher Seite recht selten angeordnet. Werden Sie also selbst aktiv!

Wer zahlt die Rehabilitation bei COPD?

Die entstehenden Kosten für die Teilnahme an einem Rehaprogramm, einschließlich Reise, Verpflegung und Unterkunft, trägt in den meisten Fällen die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV). Sie kann stationär oder ganztägig ambulant in einer qualitätsgesicherten Einrichtung durchgeführt werden.

Hinsichtlich Art, Ort und Dauer der Reha hat der Kostenträger das letzte Wort. Es gibt aber die Möglichkeit, ein Wunsch- und Wahlrecht auszuüben und den Ort der Reha selbst vorzuschlagen. Insofern die Klinik Ihrer Wahl aber von unabhängiger Stelle zertifiziert wurde und aus medizinischer Sicht geeignet ist, sollte der Erfüllung des Wunsches nichts im Wege stehen.

Informieren Sie sich daher rechtzeitig darüber, welche Reha-Klinik medizinisch für Sie am besten geeignet ist und Ihren Vorstellungen in Bezug auf Lage und Service am ehesten entspricht.

Liste von Reha-Kliniken

Wie beantrage ich eine COPD-Reha?

Und so geht es: Als erstes müssen Sie einen Antrag auf Rehabilitation bei Ihrer Rentenversicherung stellen. Die Initiative dazu geht meist von Ihrem behandelnden Arzt aus, kann aber auch von Ihnen selbst in einem Gespräch angeregt werden. Insofern Ihr Arzt zustimmt, wird er Ihnen einen ärztlichen Befund ausstellen, der Teil des Antrags ist. Das Antragsformular müssen Sie selbst ausfüllen.

Sollten Sie Schwierigkeiten beim Ausfüllen haben, helfen Ihnen die Mitarbeiter in den Beratungsstellen der Rentenversicherung gerne. Nach Einreichung des Antrags auf wird die Rentenversicherung prüfen, ob die medizinischen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Reha erfüllt sind und - wenn keine Einwände bestehen - den Antrag bewilligen. Die Rehabilitation kann in diesem Fall schon kurze Zeit später beginnen.

Antragsformulare und Auskünfte gibt es

  • bei den Gemeinsamen Service-Stellen für Rehabilitation, die von allen Reha-Trägern gemeinsam unterhalten werden,
  • bei den wohnortnahen Beratungsstellen der Rentenversicherungsträger,
  • bei den Krankenkassen sowie
  • den örtlichen Stadtverwaltungen oder Gemeindeverwaltungen
  • oder auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung

Wie verläuft eine Reha bei COPD?

Eine Rehabilitation dauert in der Regel drei Wochen, in denen die Patienten an einem strukturierten Programm teilnehmen. Das betreuende Reha-Team besteht aus verschiedensten Fachleuten wie zum Beispiel Fachärzten, Physiotherapeuten, Psychologen und Ernährungsberatern und steht den Patienten für Therapie und Beratung zur Verfügung.

Die Patienten können an verschiedensten Kursen, Schulungen und Therapien teilnehmen und dabei viel über den Umgang mit einer COPD lernen. Wichtige Bestandteile einer Reha bei COPD sind

Von dem Wissen, dass die Patienten im Verlauf einer Reha ansammeln, profitieren sie langfristig in Bezug auf Lebensqualität und Lebenserwartung.

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