COPD: Reha vor Rente
Der Grundsatz der Deutschen Rentenversicherung gilt auch bei COPD: Reha vor Rente. Wer in der Sozialversicherung versichert ist und seine Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit erheblich gefährdet oder gemindert sieht, hat daher ein Recht auf Rehabilitation. Ein Recht, das Sie unbedingt nutzen sollten!
- Wer zahlt die COPD Reha?
- Wie beantrage ich eine COPD Reha?
- Wo gibt es Antragsformulare und Auskünfte
- Wie verläuft eine COPD Reha?
Eine Rehabilitation (kurz: Reha) ist für COPD Patienten eine große Chance, sich nicht der lähmenden Wirkung der Lungenerkrankung zu ergeben und wieder oder weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen. Indem sie viel über den richtigen Umgang mit der COPD lernen, kann die Reha Ihnen helfen, neuen Mut zu schöpfen und zum Beispiel Ihren Beruf weiter auszuüben. Gerade die weitere Teilhabe am Erwerbsleben sichert Ihnen eine sinnvolle und aktive Aufgabe, für die es sich zu kämpfen lohnt .
Mehr dazu im Artikel 'COPD im Beruf'
Wer zahlt die COPD Reha?
Die entstehenden Kosten für eine COPD Reha, einschließlich Reise, Verpflegung und Unterkunft, trägt in den meisten Fällen die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV). Sie kann stationär - also komplett außer Haus - oder ganztägig ambulant – also nur tagsüber außer Haus - in einer qualitätsgesicherten Einrichtung durchgeführt werden. Dabei gibt es die Möglichkeit, ein Wunsch- und Wahlrecht auszuüben und den Ort der Reha selbst vorzuschlagen.
Natürlich hat der Kostenträger hinsichtlich Art, Ort und Dauer der COPD Reha das letzte Wort. Insofern die Klinik Ihrer Wahl aber von unabhängiger Stelle zertifiziert wurde und aus medizinischer Sicht geeignet ist, sollte der Erfüllung des Wunsches nichts im Wege stehen. Informieren Sie sich daher rechtzeitig darüber, welche Klinik medizinisch für Sie am besten geeignet ist und Ihren Vorstellungen in Bezug auf Lage und Service am ehesten entspricht.
Wie beantrage ich eine COPD Reha?
Und so geht es: Als erstes müssen Sie einen Antrag auf Rehabilitation bei Ihrer Rentenversicherung stellen. Die Initiative dazu geht meist von Ihrem behandelnden Arzt aus, kann aber auch von Ihnen selbst in einem Gespräch angeregt werden. Insofern Ihr Arzt zustimmt, wird er Ihnen einen ärztlichen Befund ausstellen, der Teil des Antrags ist. Das Antragsformular müssen Sie selbst ausfüllen.
Sollten Sie Schwierigkeiten beim Ausfüllen haben, helfen Ihnen die Mitarbeiter in den Beratungsstellen der Rentenversicherung gerne. Nach Einreichung des Antrags auf wird die Rentenversicherung prüfen, ob die medizinischen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine COPD Reha erfüllt sind und - wenn keine Einwände bestehen - den Antrag bewilligen. Die Rehabilitation kann in diesem Fall schon kurze Zeit später beginnen.
Antragsformulare und Auskünfte gibt es
- bei den Gemeinsamen Service-Stellen für Rehabilitation, die von allen Reha-Trägern gemeinsam unterhalten werden,
- bei den wohnortnahen Beratungsstellen der Rentenversicherungsträger,
- bei den Krankenkassen sowie
- den örtlichen Stadtverwaltungen oder Gemeindeverwaltungen
- oder hier
Wie verläuft eine COPD Reha?
Eine Rehabilitation dauert in der Regel drei Wochen, in denen Sie von einem Reha-Team betreut werden, das aus verschiedensten Fachleuten wie zum Beispiel Fachärzten, Physiotherapeuten, Psychologen und Ernährungsberatern besteht und das Ihnen für Therapie und Beratung zur Verfügung steht. Sie können an verschiedensten Kursen, Schulungen und Therapien teilnehmen – von Lungensport über Atemschulung bis zu autogenem Training - und dabei viel über den Umgang mit einer COPD lernen. Von dem Wissen, dass Sie im Verlauf einer Reha ansammeln, werden Sie also auch langfristig profitieren!
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