COPD 1 - Das Anfangsstadium der COPD

Bei einer Diagnose im Stadium COPD 1 stehen die Chancen gut, die chronisch obstruktive Bronchitis erfolgreich zu therapieren.

COPD Stufe 1

Das Stadium COPD GOLD I ist das Anfangsstadium der Erkrankung. Die Lungenfunktion weicht hier nur um 0–20 % vom Normalwert ab. Die Atembeschwerden sind oft noch so schwach ausgeprägt, dass die Betroffenen die Erkrankung kaum als solche wahrnehmen.

Symptome im COPD-Stadium I

Im Stadium COPD 1 spricht man von einer „leichten COPD“. Die Lungenerkrankung ist in diesem Stadium für die Betroffenen nur leicht spürbar.

Hauptsymptom im Anfangsstadium ist meist ein chronischer Husten, der von vermehrter Schleimproduktion begleitet wird. Jedoch kommt es auch vor, dass beides ausbleibt – dann ist eine COPD nur am Symptom der Atemnot bemerkbar, die typischerweise aber erst im fortgeschrittenen Stadium auftritt.

Die folgende Tabelle zeigt die Einteilung der 4 COPD-GOLD-Stadien im Verhältnis zu den Sollwerten, die abhängig von Geschlecht, Größe und Alter des Patienten sind.

COPD-Stadium FEV1 (Sollwert = 100%) FEV1/FVC       
I (leicht) FEV 1 ≥ 80% des Sollwertes < 70%
II (mittel) FEV1 < 80% und ≥ 50% des Sollwertes < 70%
III (schwer) FEV1 < 50% und ≥ 30% des Sollwertes < 70%
IV (sehr schwer)         

FEV1 < 30% des Sollwertes oder
FEV1 < 50% des Sollwertes plus chronische respiratorische Insuffizienz


< 70%

Schleichender Symptomverlauf erschwert Diagnose

Wenn sich chronischer Husten mit Auswurf einstellt, ist das für viele Betroffene noch kein akutes Alarmsignal. Besonders unter Rauchern gilt hartnäckiger Husten als eine gewöhnliche Begleiterscheinung, die mit dem Rauchen einhergeht. Die Folge: Die Sorge um die eigene Gesundheit bleibt gering und der fällige Arztbesuch bleibt aus.

Dieser schleichende Erkrankungsprozess zu Beginn der COPD erschwert die frühzeitige Diagnose. Diese wäre jedoch höchst wünschenswert, um den fortschreitenden Verlust der Lungenfunktion aufzuhalten und die medizinische Therapie einzuleiten.

Verlust der Lungenfunktion in den COPD Stadien

Die leichte COPD erfolgreich behandeln

Eine Rauchentwöhnung ist der wichtigste Schritt und stellt gewissermaßen die Voraussetzung für eine erfolgreiche COPD-Therapie dar.

Im Anfangsstadium der COPD kommen bei Bedarf bronchialerweiternde Medikamente - sogenannte Bronchodilatatoren - zum Einsatz. Sie bilden die medikamentöse Basistherapie der COPD.

Dosieraerosol

Dosieraerosole

Bronchialerweiternde Medikamente werden meist mithilfe eines Dosieraerosols inhaliert. Diese Inhalationstherapie verbessert die Sauerstoffzufuhr und lindert die Beschwerden.

Ergreifen Sie die Chance, die Ihnen die relativ frühe COPD-Diagnose bietet, und leiten Sie die entsprechenden Therapiemaßnahmen ein! Wenn Sie sich auf das Leben mit der Lungenkrankheit einstellen, können Sie Ihre Lebensqualität langfristig erhalten.

Wichtige Themen bei leichter COPD

Auch wenn Ihre Symptome noch schwach ausgeprägt sind: Im Anfangsstadium haben Sie beste Chancen, die COPD erfolgreich zu behandeln.

Bleiben Sie fit!

Gründe für körperliches Training gibt es für Lungenpatienten viele: Es verbessert die Lungenfunktion, steigert die Belastbarkeit und erhält die Muskulatur. Was auch immer Sie tun: Bleiben Sie in Bewegung!

Welche Sportarten sind bei COPD geeignet?

Richtig ernähren

Gewichtsprobleme sind bei COPD keine seltenes Phänomen. Über- und Untergewicht wirken sich negativ auf die Lungenfunktion und die Belastbarkeit der Patienten im Alltag aus. Typisch ist aufgrund des erhöhten Energiebedarfs insbesondere eine Unterversorgung mit Nährstoffen, die einen Gewichtsverlust und einen Rückgang der fettfreien Muskelmasse nach sich ziehen kann.

Über eine Umstellung ihrer Ernährung können Sie dieser Entwicklung jedoch aktiv entgegensteuern – dabei hilft ihnen eine Kombination aus Bewegungs- und Ernährungstherapie!

So ernähren Sie sich richtig bei COPD

Patientenschulungen bei COPD

Studien haben gezeigt, dass sogenannte Disease-Management-Programme (DMP) die Kompetenz und Eigenverantwortlichkeit der Patienten stärken, die Lebensqualität steigern und Krankenhausaufenthalte pro Jahr deutlich senken.

Diese strukturierten Schulungsprogramme werden von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten und mithilfe der behandelnden Hausärzte umgesetzt. Die Teilnahme bietet Ihnen eine hohe und einheitliche medizinische Versorgungsqualität.

Diese Krankenkassen bieten COPD-Patientenprogramme an

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Welche Behandlung hilft bei COPD?

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