COPD 4 – Was nun?
Eine COPD 4 wird nach GOLD als "sehr schwere" COPD klassifiziert – es handelt sich um das Endstadium der Lungenkrankheit. Die therapeutischen Möglichkeiten, die eine Verbesserung der Lebensqualität bewirken, sind im Stadium COPD 4 äußerst begrenzt.
Symptome der COPD 4
Im Stadium COPD GOLD 4 weicht die Lungenfunktion um mehr als 70% vom Normalwert ab. Patienten in diesem Stadium sind deshalb chronisch mit Sauerstoff unterversorgt und müssen meist permanent (mind. 16 Stunden täglich) zusätzlich beatmet werden. Sie leiden unter schwerer Atemnot, weshalb ihre körperliche Leistungsfähigkeit und ihre Lebensqualität stark eingeschränkt sind. An normale Spaziergänge ist z.B. in den meisten Fällen nicht mehr zu denken – bereits wenige Meter zu Fuß können starke Atemnot verursachen.
Zusätzlich haben Patienten im Stadium COPD 4 meist eine oder mehrere Folgeerkrankungen der COPD entwickelt, wie z.B. Herzschwäche, Diabetes oder Osteoporose. Exazerbationen, also Krankheitsschübe, sind für Patienten im Stadium COPD 4 lebensgefährlich.
Medizinische Therapie bei COPD 4
Bei Patienten mit einer COPD im Stadium 4, die bereits mehrere Exazerbationen hinter sich haben, kommen zusätzlich zur Basistherapie kortisonhaltige Medikamente zum Einsatz. Die Häufigkeit der Krankheitsschübe soll so eingedämmt werden.
Kortison in Tablettenform wird jedoch nur vorübergehend bei schweren Exazerbationen verabreicht. Günstiger für eine Langzeit-Therapie sind kortisonhaltige Medikamente, die inhaliert werden. Durch das Inhalieren bei COPD wirkt das Medikament nämlich direkt in der Lunge und die zahlreichen Nebenwirkungen von Kortison können so eingeschränkt werden.
Operative Methoden
Trotz aller medikamentösen und rehabilitierenden Maßnahmen sind Patienten mit schwergradiger COPD im Moment nur unzureichend therapierbar: die COPD schreitet weiter voran. Für einige Patienten besteht auch die Möglichkeit eines operativen Eingriffs. Dabei werden Teile der beschädigten Lunge oder gleich das ganze Organ durch eine Spenderlunge ausgetauscht.
Neben der Lungentransplantation gibt es mit der Lungenvolumen-reduktion eine relativ neue Möglichkeit, die eine Verbesserung der Lebensqualität bewirken kann. Hier wird durch den operativen Einsatz von Ventilen in die Lunge der bei COPD mit Emphysem üblichen Lungenüberblähung entgegengewirkt. E s muss jedoch betont werden, dass beide Eingriffe nicht für alle Patienten der COPD in Frage kommen.
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Lungenvolumenreduktion mit Lungenventilen
Eine endoskopische Lungenvolumen-reduktion bei COPD ist oft die letzte Therapie-Möglichkeit, die im Fall einer schwergradigen COPD eine Verbesserung der Lebensqualität bewirken kann....
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