Lebenserwartung bei COPD
Wie alt wird man mit einer COPD? Bei der Frage vieler Patienten nach der Lebenserwartung mit COPD sind die jeweilige COPD Stufe und weitere Erkrankungen entscheidend.
- Lebenserwartung und COPD Stufe
- Lebenserwartung bei COPD erhöhen
- COPD Begleiterkrankungen senken Prognose
Lebenserwartung und COPD Stufe
Durchnittlich verringert sich die Lebenserwartung mit einer COPD um 5-7 Jahre. Im EInzelfall ist die Prognose bei COPD jedoch vor allem vom Stadium der Lungenkrankheit abhängig, die sich am Wert der Lungenfunktion der Patienten, dem FEV1-Wert, misst. Dieser Wert errechnet sich über die maximale Menge ausgeatmeter Luft in einer Sekunde.
Wenn COPD Patienten noch mehr als 1,25 Liter Luft in einer Sekunde ausatmen können, dann liegt die durchschnittliche Lebenserwartung noch über 10 Jahren. Fällt der Wert jedoch darunter, liegt die Prognose nur noch bei 4 Jahren, und sinkt der Wert gar unter 0,75 Liter, liegt sie bei 3 Jahren. Etwa 30% der Betroffenen mit solch einer niedrigen Lungenfunktion sterben jedoch innerhalb eines Jahres!
Weitere Faktoren, welche die Lebenserwartung bei COPD verschlechtern, sind hohes Alter und ein geringer Sauerstoffgehalt des Blutes bzw. ein zu hoher Kohlendioxidgehalt.
Die genannten Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen. Über den Verlauf einer COPD lässt sich im individuellen Fall keine allgemeine Aussage treffen. Dieser ist stark von der gesamtgesundheitlichen Konstitution des Patienten abhängig sowie von der individuellen Bereitschaft, die Krankheit anzunehmen und die notwendige Therapie einzuleiten.
Wie Sie die Krankheit am besten therapieren erfahren Sie hier
Lebenserwartung bei COPD erhöhen
Um die Lebenserwartung bei COPD zu erhöhen, ist an erster Stelle die Vermeidung der auslösenden Schadstoffe zu nennen, wozu vor allem das Rauchen zählt. Um sich klarzumachen, was das Weiterrauchen bei COPD bewirkt, sollte man sich folgendes vergegenwärtigen:
Bei Patienten der COPD sinkt der FEV1-Wert im Schnitt um 30 ml pro Jahr. Bei den Patienten, die trotz COPD weiterrauchen, beschleunigt sich dieser Verlust an Lungenfunktion um das 3-fache auf 90 ml pro Jahr. Das hat zur Folge, dass sich die durchschnittliche Lebenserwartung im Vergleich zu gesunden Nichtrauchern sogar um 9 Jahre verringert!
Neben der Aufgabe des Rauchens, gilt es bei COPD vor allem, Exazerbationen und Atemwegsinfekte zu vermeiden, um die Lebenserwartung zu erhöhen. Bei Patienten die viele Krankheitsschübe in Form von Exazerbationen erleiden, beschleunigt sich nämlich das Voranschreiten der COPD.
Lesen Sie hier, wie Sie Exazerbationen vermeiden können
COPD Begleiterkrankungen senken Prognose
Lebensbedrohliche Komplikationen können auch durch häufige Begleiterkrankungen der COPD entstehen, wie eine Rechtsherzschwäche, Diabetes oder Osteoporose. Patienten sollten sich deshalb auch mit den möglichen Folgen einer COPD auseinandersetzen und sich informieren, worauf es zu achten gilt.
Mehr dazu im Artikel: Häufige Begleiterkrankungen der COPD
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Behandlung einer COPD
Welche Therapie hilft bei COPD? Eine erfolgreiche Behandlung der Krankheit setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen - hier die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten der Lungenkrankheit auf einen Blick....
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