Behandlung der COPD

Welche Behandlung hilft bei COPD? Eine erfolgreiche COPD-Therapie setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen - hier die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten der Lungenkrankheit auf einen Blick.

Inhalt:

Bausteine der COPD-Behandlung

COPD Therapie

Die richtigen therapeutischen Maßnahmen können das Leben mit COPD kurz- und langfristig deutlich erleichtern. Mit der Einnahme von Medikamenten ist es jedoch nicht getan! Eine COPD erfordert eine umfassende Therapie, deren Inhalte vom jeweiligen Schweregrad der COPD, den Symptomen und von möglichen Begleiterkrankungen abhängen.

Die erfolgreiche Therapie der Lungenkrankheit setzt sich deshalb aus individuellen Bausteinen zusammen.

> Rauchentwöhnung

Unbedingte Vorraussetzung für den Erfolg jeder COPD Behandlung ist das Ausschalten der Erkrankungsursache, also in den meisten Fällen die Aufgabe des Rauchens. Bereits kurze Zeit nach dem Rauch-Stopp sind die ersten positiven Effekte für die Patienten deutlich spürbar, aber auch langfristig lohnt sich der Rauch-Stopp: Patienten, die der Zigarette entsagen, leben im Schnitt 5-10 Jahre länger!

> Medikamente bei COPD

In Abhängigkeit von der Leistung der Lungenfunktion werden verschiedene Medikamente bei COPD verordnet:

COPD MedikamenteMedikamente zur Inhalation werden meist als Dosieraerosole verschrieben. Sie haben den Zweck, Entzündungsprozesse zu stoppen, Schleimhautschwellungen zu reduzieren und die Atemwege weit zu stellen, um die Luftzufuhr zu verbessern.

Um die Inhalation zu optimieren, eignen sich Inhalierhilfen, auch Spacer genannt. Sie verringern Nebenwirkungen von kortisonhaltigen Dosieraerosolen wie Pilzbefall und Stimmbandreizungen. Außerdem steigern Inhalierhilfen die in der Lunge deponierte Dosis des Wirkstoffs.

Bei akuten bakteriellen Entzündungen werden auch Antibiotika zur Behandlung der COPD eingesetzt. Die Messung des maximalen Luftstroms beim Ausatmen (Peak Flow) mit einem Peak-Flow-Meter, gibt Auskunft darüber, welche Medikamente die erwünschte Wirkung erzeugen.

> Sport bei COPD

Mehrere Studien belegen, dass Kraft- und Ausdauertraining bei COPD helfen, die Lebensqualität zu steigern. Ausdauer und maximale körperliche Belastbarkeit werden verbessert, die Symptome werden gelindert und das Immunsystem wird gestärkt.

Welche sportlichen Aktivitäten in Frage kommen hängt wiederum vom Schweregrad der COPD bzw. von der körperlichen Belastbarkeit des Patienten ab. Der Lungensport hat sich auf das Training mit Lungenpatienten spezialisiert und ist unbedingt zu empfehlen.

> Atemphysiotherapie bei COPD

Eine besondere Form der physiotherapeutischen Behandlung der COPD ist der Einsatz von sogenannten PEP-Geräten. Indem der Patient hier wiederholt in ein Gerät mit integriertem Widerstand ausatmet, werden die Bronchien erweitert und der Schleim kann leichter abgehustet werden. Zugleich wird das Infektionsrisiko vermindert und die Lungenfunktion trainiert.

> Ernährung bei COPD

Neben gezieltem körperlichem Training ist auch eine ausgewogene Ernährung von einiger Bedeutung für eine erfolgreiche Behandlung der COPD. Indem Gewichtsprobleme dem Körper nämlich zusätzliche Energieleistungen abfordern, sinkt die physische Belastbarkeit im Alltag und ein Fortschreiten der COPD wird begünstigt.

COPD ErnährungEine ausgewogene Ernährung bei COPD  nach der Ernährungspyramide trägt hingegen zu einer erfolgreichen Behandlung bzw. zu einer Linderung der Symptome bei COPD bei. Die regelmäßige Erfassung des Körpergewichts und die Ermittlung des Body Mass Index (BMI) sind deshalb sinnvolle Untersuchungen bei jedem Patienten der COPD. Sie geben Hinweise darüber, ob eine mangelhafte Ernährung vorliegt.

> Sauerstofftherapie

Eine Sauerstofftherapie bei COPD wird dann notwendig, wenn die Sauerstoffversorgung durch den eigenen Körper nicht mehr ausreichend gewährleistet ist und die Patienten unter chronischer Atemnot leiden. Die zusätzliche Zufuhr von Sauerstoff über eine Nasenbrille vermindert Risiken wie einen Lungenhochdruck und steigert das allgemeine Wohlbefinden. Neben der Behandlung in der Klinik gibt es mittlerweile auch portable Geräte, die der Patient zu Hause und unterwegs nutzen kann.

> Chirurgische Eingriffe

Wenn alle vorhergehenden Maßnahmen der COPD Behandlung nicht mehr ausreichen, ist ein chirurgischer Eingriff die letzte Möglichkeit, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Zum einen gibt es bei COPD die Möglichkeit der Lungenvolumenreduktion durch den Einsatz von Einwegventilen. Sie sollen dafür sorgen, dass Teile der Lunge besser mit Sauerstoff versorgt werden.

Als letzte Möglichkeit der Behandlung bleibt die Lungentransplantation; allerdings ist dieser schwere Eingriff leider nur in seltenen Fällen überhaupt möglich.

> Behandlung von Begleiterkrankungen der COPD

Neuerdings wird auch den Begleiterkrankungen der COPD immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Die COPD ist eine systemische Krankheit, die das Risiko weiterer Erkrankungen stark erhöht. Häufig sind Herzerkrankungen, Lungenkrebs, Diabetes und Osteoporose. Sie verringern die Lebenserwartung der Patienten deutlich und sind auch häufig selbst die Todesursache.

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